| Jennifer Evans |
| 24.09.2026 07:00 Uhr |
Die Studie, die in der Fachzeitschrift »Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology« erschienen ist, weist außerdem darauf hin, wie sehr sich das kulturelle Umfeld der Rap-Musik mit Konsum und kommerziellen Interessen überschneidet. »Haftbefehl« bewirbt Eistee mit Cannabisgeschmack oder E-Zigaretten. Andere Rapper vermarkten Shisha-Tabak oder Nikotinprodukte auf ihren Social-Media-Plattformen, oft mit leuchtenden Farben und Comic-Motiven. Das schaffe mehr Aufmerksamkeit bei einer jungen Zielgruppe, heißt es in der Studie.
Nach Ansicht des Autorenteams kann sich die Rap-Sprache aber gut mit Gesundheitskommunikation verbinden lassen. Die Vielfalt der Slang-Begriffe könnte Fachkräften dabei helfen, Präventions- oder Suchtgespräche mit Jugendlichen zu führen – zum einen träfen sie so das sprachliche Jargon besser – und zum anderen böten die gerappten pharmakologischen Wirkmechanismen gute Ansätze für einen Gesprächseinstieg.