Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Burn-out
-
Diese Warnsignale gibt es

Plötzlich ständig gereizt, Schlafprobleme oder keine Lust mehr auf den Job? Warum Warnzeichen für Burn-outs oft übersehen werden - und wie Betroffene Hilfe finden.
AutorKontaktdpa
Datum 05.06.2026  14:00 Uhr

Welche Anzeichen für ein Burn-out sprechen

Die Reaktionen auf Überlastung können dabei individuell verschieden sein:

  • Erschöpfung: Betroffene schildern, dass ihnen die Energie fehlt, dass sie sich müde, überfordert und ausgelaugt fühlen, schreibt das Portal »gesundheitsinformation.de«.
  • Manche verlieren den Appetit, andere flüchten gerade ins Essen. Einige schlafen zu viel - »Decke drüber, ich will nichts mehr hören und sehen« -, andere hingegen leiden unter massiven Schlafstörungen, so Langs.
  • Oft kommen körperliche Stresssymptome dazu: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Tinnitus, Verdauungsstörungen oder Herzrasen bis hin zu Angstzuständen.
  • Entfremdung von der (beruflichen) Tätigkeit: Betroffene gehen innerlich auf Abstand, empfinden keine Freude mehr an ihren (beruflichen) Tätigkeiten. Oft entwickeln sie eine zynische Haltung.
  • Verringerte Leistungsfähigkeit: Betroffenen fällt es schwer, sich zu konzentrieren oder nachzudenken. Ihre alltägliche Leistung leidet - das kann für den Beruf ebenso wie für den Haushalt gelten.

Ein weit verbreiteter Irrtum: Burn-out sei allein ein Problem der Arbeitswelt. »Burn-out hat nicht nur mit dem Beruf zu tun«, stellt Langs klar. Als Beispiel nennt er alleinerziehende Mütter und Väter: »Sie wollen gute Eltern sein, wollen gute Arbeit machen, schlafen zu wenig - und irgendwann geht es einfach nicht mehr.« Verstärkt werde das Risiko durch einen hohen Anspruch an sich selbst sowie großen gesellschaftlichen Druck.

»Manchmal muss es erst richtig knallen«

Der Weg zur Diagnose ist allerdings häufig nicht einfach. Denn: Menschen, die zum Burn-out neigen, akzeptieren oft lange nicht, dass es ihnen schlecht geht. »Es darf einem nicht schlechtgehen, weil man ja leistungsfähig sein muss«, beschreibt Langs typische Gedankenmuster. »Hilfe holen ist ohnehin schwierig - weil es als Schwäche gilt. Manchmal muss es erst richtig knallen, bis endlich Hilfe geholt wird.«

Am Anfang jeder Genesung steht für Langs deshalb eine simple, aber oft schwere Erkenntnis: »Man muss sich eingestehen, dass es zu viel ist - und dass es auch in Ordnung ist, dass es zu viel ist.« Wer das geschafft hat, hat den entscheidenden Schritt getan.

Mehr von Avoxa