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Geistig lange fit bleiben
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Diese vier Faktoren sind entscheidend

Vier zentrale Säulen tragen dazu bei, die Hirngesundheit langfristig zu erhalten. Welche das sind, erläutert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg anlässlich des heutigen Welttags des Gehirns.
AutorKontaktPZ
Datum 22.07.2026  13:30 Uhr

Dank des medizinischen Fortschritts werden Menschen heute immer älter. Gleichzeitig wächst der Wunsch, auch im hohen Alter geistig fit und möglichst lange selbstständig zu bleiben. Wie das gelingen kann, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Vorstandsmitglied und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, in einer Pressemitteilung zum Welttag des Gehirns am 22. Juli.

Demnach basiert eine langfristige Erhaltung der Hirngesundheit vor allem auf vier Säulen: Bewegung, geistige Aktivität, soziale Kontakte und ein gesunder Lebensstil. »Unser Gehirn funktioniert ähnlich wie ein Muskel. Wer es regelmäßig trainiert, stärkt seine Leistungsfähigkeit«, sagt Habighorst-Klemm. »Entscheidend ist, dem Gehirn immer wieder neue Reize zu bieten und gleichzeitig körperlich und sozial aktiv zu bleiben.«

Körper und Geist gleichermaßen fordern

Mit zunehmendem Alter verändern sich Nervenzellen und ihre Verbindungen im Gehirn. Informationen werden langsamer verarbeitet. Auch chronische Erkrankungen, Bewegungsmangel, Flüssigkeitsdefizite oder Durchblutungsstörungen können diesen Prozess beschleunigen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern.

Besonders empfehlenswert sind Aktivitäten, die Körper und Geist zugleich fordern. Dazu zählen beispielsweise Tanzen, Singen, das Erlernen einer Fremdsprache oder die Beschäftigung mit einem neuen Hobby. Weniger entscheidend als die konkrete Tätigkeit ist dabei die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und geistig neugierig zu bleiben.

Soziale Kontakte und ausgewogene Ernährung

Auch soziale Kontakte spielen für die geistige Gesundheit eine wichtige Rolle. »Wer sich regelmäßig mit anderen Menschen austauscht oder gemeinsam aktiv ist, bleibt aufmerksam und trainiert Sprache sowie Gedächtnis. Einsamkeit zählt heute eindeutig zu den Risikofaktoren für geistigen Abbau«, betont die Apothekerin.

Oft unterschätzt werden zudem Einschränkungen des Hör- und Sehvermögens. »Wer schlechter hört oder sieht, erhält weniger Impulse aus seiner Umwelt und zieht sich häufig zurück.«

Zu den wichtigen Bausteinen der Gehirngesundheit gehört außerdem eine ausgewogene Ernährung. Empfohlen werden gesunde Fette, hochwertige Eiweißquellen wie Fisch oder mageres Fleisch sowie ballaststoffreiche Lebensmittel. Besonders ältere Menschen sollten zudem ihren Vitamin-B12-Spiegel regelmäßig kontrollieren lassen.

Warnzeichen ernst nehmen

Nicht jede Form von Vergesslichkeit ist harmlos. Wenn vertraute Tätigkeiten plötzlich Schwierigkeiten bereiten, dieselben Fragen wiederholt gestellt werden oder Angehörige deutliche Verhaltensänderungen beobachten, sollte dies ärztlich abgeklärt werden, rät der Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Denn je früher eine mögliche Demenzerkrankung erkannt wird, desto besser lassen sich die Ursachen einordnen und vorhandene Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen.

»Die Apotheke vor Ort ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle bei Fragen rund um Gedächtnisschwäche«, sagt Habighorst-Klemm. Zudem hätten sich zahlreiche Apotheken in Baden-Württemberg als Demenz-Partner-Apotheken qualifiziert und unterstützten Betroffene sowie Angehörige mit individueller Beratung.

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