Und wie lässt sich das Gedankenkreisen einfangen? Kneginja Richter, Chefärztin der CuraMed Tagesklinik Nürnberg und Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg, gibt den Tipp: rund zwei Stunden vor dem Schlafengehen Sorgen und negative Gedanken aufschreiben. Das Heft, in dem man sie notiert hat, verschwindet dann in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers.
Doch was, wenn die Schlafprobleme nicht nur für miese Nächte, sondern immer wieder auch für miese Tage sorgen? Eine behandlungsbedürftige Insomnie liegt vor, wenn jemand über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten mehr als dreimal pro Woche Schlafstörungen erlebt. Betroffene fühlen sich tagsüber wie gerädert, sind weniger leistungsfähig.
Dann ist es gut, das Thema einmal in der Hausarztpraxis zu besprechen. Womöglich ist eine Überweisung zu einem Schlafmediziner oder einer Schlafmedizinerin sinnvoll.