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Grübeln, Stress, Schnarchen
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Die häufigsten Gründe für Schlafprobleme

Viele Menschen kennen das Gefühl, nachts wach im Bett zu liegen, während der Kopf unaufhörlich arbeitet. Schlafprobleme sind weit verbreitet und haben oft alltägliche Ursachen. Was stört unseren Schlaf und welche einfachen Veränderungen können helfen?
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 12.03.2026  14:30 Uhr

Gut einschlafen, gut erholt aufwachen: Viele Menschen können davon nur träumen. Sie wälzen sich lange, ehe sie in den Schlaf finden – oder sind mitten in der Nacht hellwach und bleiben es auch erst einmal. Frauen sind mit 67 Prozent etwas häufiger betroffen als Männer mit 58 Prozent. Das hat eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Technologieunternehmens für E-Heath-Software Doctolib ergeben. Bei der Befragung hatten 63 Prozent der insgesamt 1447 Teilnehmenden von Schlafproblemen in den vergangenen 12 Monaten berichtet.

Schlafkiller Nummer eins ist der Kopf, der im Bett gerne zu Hochtouren aufläuft und uns in Grübelschleifen wie »Schaffe ich morgen alles?« festhält. So geben die Hälfte der Befragten mit Schlafproblemen an, dass kreisende Gedanken und Sorgen sie vom Ein- und Durchschlafen abhalten.

28 Prozent identifizieren privaten Stress als Grund, fast ebenso häufig erschweren Schmerzen mit 27 Prozent oder andere gesundheitliche Beschwerden den Schlaf. Stress im Beruf nehmen 24 Prozent mit ins Bett.

Und manchmal ist es schlichtweg das Sägen des Liebsten, das der Nachtruhe im Weg steht: 13 Prozent nennen Schnarchen oder Unruhe einer anderen Person im Zimmer als Grund.

Experten-Tipps für besseren Schlaf

Wie gut wir schlafen, das haben wir zum Teil selbst in der Hand. Somit können auch kleine Veränderungen am Tag oder Abend dafür sorgen, dass wir nachts mehr Erholung finden. Der Stiftung Gesundheitswissen zufolge kann man folgende Dinge ausprobieren:

• Koffein ab dem Nachmittag weglassen: Wer empfindlich auf den aufputschenden Stoff reagiert, verzichtet ab dem Nachmittag am besten auf Kaffee, Grüntee, Cola und Energydrinks.

• Rituale aufbauen: Eine kurze Dehnübung, eine heiße Tasse Tee oder Einkuscheln mit einem guten Buch. Wiederkehrende Anker am Abend geben dem Gehirn Sicherheit – und das Signal »Gleich kommen wir zur Ruhe«.

• Eine gute Schlafumgebung schaffen: Das Schlafzimmer sollte dunkel genug sein, gut ist eine Temperatur von unter 18 Grad. Stören Schnarchen oder Straßenlärm den Schlaf, bieten Ohrstöpsel Abhilfe.

• Regelmäßiger Schlafrhythmus: Gehen wir stets – ja, auch am Wochenende – zur gleichen Zeit ins Bett, gewöhnt sich der Körper an den festen Rhythmus.

• Aufstehen statt wälzen: Wer wachliegt und grübelt, sollte nach einer halben Stunde die Reißleine ziehen und das Bett verlassen. Ob lesen oder Wäsche zusammenlegen: Jetzt sind monotone, entspannende Tätigkeiten angesagt. Ins Bett geht es erst wieder, wenn sich Schläfrigkeit einstellt.

• Wecker wegdrehen: Wer die Leuchtziffern nachts nicht sehen kann, erspart sich Gedanken wie »Mist, erst eine Stunde geschlafen.«

Wann ist eine Behandlung nötig?

Und wie lässt sich das Gedankenkreisen einfangen? Kneginja Richter, Chefärztin der CuraMed Tagesklinik Nürnberg und Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg, gibt den Tipp: rund zwei Stunden vor dem Schlafengehen Sorgen und negative Gedanken aufschreiben. Das Heft, in dem man sie notiert hat, verschwindet dann in einer Schublade außerhalb des Schlafzimmers.

Doch was, wenn die Schlafprobleme nicht nur für miese Nächte, sondern immer wieder auch für miese Tage sorgen? Eine behandlungsbedürftige Insomnie liegt vor, wenn jemand über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten mehr als dreimal pro Woche Schlafstörungen erlebt. Betroffene fühlen sich tagsüber wie gerädert, sind weniger leistungsfähig.

Dann ist es gut, das Thema einmal in der Hausarztpraxis zu besprechen. Womöglich ist eine Überweisung zu einem Schlafmediziner oder einer Schlafmedizinerin sinnvoll.

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