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50 Jahre Winterkongress

Die EDV hält Einzug

Mit den ABDA-Thesen »Verbesserung der Arzneimittelversorgung – Mehr Verantwortung für die Apotheker« diskutierte man seit 1993 ein Zukunftskonzept für den Berufsstand. Da der Bedarf, über Erkrankungen und therapeutische Möglichkeiten sachgerecht aufzuklären, stieg, sollte dem Apotheker in dem Bereich eine zunehmende Bedeutung zukommen. Der Mehrwert einer solchen pharmazeutischen Dienstleistung musste dem Bürger durch dafür befähigte Kolleginnen und Kollegen vermittelt werden.

Hierzu sollten Seminare zur pharmazeutischen Betreuung beitragen. 1995 fand das erste Seminar in Davos statt. Anhand des älteren Patienten stellte Dr. Martin Schulz, als damaliger Leiter der Arzneimittelinformationsstelle, zahlreiche Möglichkeiten vor, mit dem Patienten in den Dialog zu treten. So ging es bei diesem Seminar unter anderem um Einstiegsfragen zur Erst- oder Wiederholungsverordnung sowie der weiteren Medikation des Patienten.

An praktischen Beispielen sahen die Teilnehmer, wie aus den Daten ein Betreuungsplan erstellt werden konnte. Aber auch Patientenanleitungen zum Erfassen gesundheitsbezogener Daten in Form eines Asthma-Tagebuchs zeigten neue Möglichkeiten der Betreuung auf. Oberstes Ziel war und ist dabei, dem Patienten arzneimittelbezogene Probleme weitgehend zu ersparen.

Der patientenorientierten Pharmazie sollte in Zukunft ein höherer Stellenwert in der Ausbildung zuteilwerden, so die Forderung des damaligen BAK-Präsidenten, Dr. Hartmut Schmall, beim Pharmacon 1996 in Davos. Dort war der Referentenkreis bewusst um Krankenhausapotheker erweitert worden. Diese hatten bereits gezeigt, dass sie aufgrund ihrer beratenden Tätigkeit sowohl bei der Ärzteschaft als auch beim Pflegepersonal als unverzichtbare kompetente Partner akzeptiert wurden. So wie in der Krankenhauspharmazie sollte sich auch der Offizinapotheker verstärkt dem Patienten zuwenden. Mit dem fünften Prüfungsfach »Klinische Pharmazie« fand dieser damals eingeschlagene Weg im Jahr 2001 Einzug in die Approbationsordnung.

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