Magnesiumpräparate stehen in verschiedenen Formen zur Verfügung. Für die Aufnahme spielt es laut AK Niedersachsen jedoch keine Rolle, ob es als organische (Magnesiumcitrat, -lactat, -gluconat und -bisglycinat) oder anorganische (Magnesiumoxid, -chlorid und -carbonat) Verbindung vorliegt. Entscheidend sei die angegebene Menge der Magnesium-Ionen und die Höhe der Einzeldosis. Soll der Körper Magnesium möglichst effektiv aufnehmen, sollte die Tagesdosis besser auf mehrere Einzeldosen aufgeteilt werden.
Wird Magnesium jedoch zu unkritisch eingenommen, können Durchfälle als Nebenwirkung auftreten. Die Aufnahme anderer Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Calcium kann beeinträchtigt werden. Zudem gilt, dass Arzneistoffen, die mit zweiwertigen Kationen Komplexe bilden (wie Antibiotika) mit einem zweistündigen Abstand eingenommen werden sollen.
Patienten, die beispielsweise Diuretika, Herzglykoside, Calciumkanalblocker oder Antiarrhythmika benötigen, sollten eine zusätzliche Magnesiumzufuhr stets ärztlich abklären. Eine Überdosierung kann in diesen Fällen zu Muskelschwäche, Blutdruckabfall oder Herz-Rhythmus-Störungen führen und potenziell lebensbedrohlich sein, heißt es in der Pressemitteilung.