Wer sich ausgewogen ernährt, muss sich in der Regel keine Sorgen um einen Magnesiummangel machen. / © Getty Images/photka
Magnesium ist Bestandteil von Knochen und Zähnen und an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. Darunter der Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. So spielt es eine Rolle bei der Insulinsekretion und -wirkung. Auch Nerven und Muskeln benötigen Magnesium, um reibungslos zu funktionieren. Ferner ist Magnesium an circa 300 Enzymreaktionen beteiligt. Es ist an der Proteinsynthese beteiligt und Cofaktor im ATP-Stoffwechsel. Ein Mangel kann sich folglich in verschiedensten Beschwerden äußern, wie Konzentrationsmangel, Müdigkeit, aber auch Kopfschmerzen, Herz-Rhythmus-Störungen und Muskelkrämpfen.
Wie die Apothekerkammer Niedersachsen in einer Pressemeldung mitteilt, ist ein echter Magnesiummangel jedoch eher die Ausnahme. »Wer sich gesund ernährt, braucht oftmals keine Nahrungsergänzung.« Apothekenteams sollten bei entsprechenden Kundenwünschen abklären, ob sie wirklich einen Bedarf an zusätzlichem Magnesium haben könnten. »Denn auch ein Überschuss an Magnesium kann zu unerwünschten Folgen führen und sollte vermieden werden«, betont die Apothekerkammer.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollten täglich nicht mehr als 250 mg Magnesium über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden, sofern kein erhöhter Bedarf besteht. Personen, die sich pflanzenbasiert und ballaststoffreich ernähren, haben keine Unterversorgung zu befürchten. Besonders magnesiumreich sind beispielsweise Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Körner und Nüsse. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Bevölkerung in Deutschland insgesamt ausreichend mit Magnesium versorgt ist.
Allerdings gibt es Erkrankungen, die entweder direkt oder indirekt (über die benötigten Medikamente) einen Magnesiummangel verursachen können. Erkrankungen des Gastro-Intestinal-Trakts können die Aufnahme von Magnesium negativ beeinflussen. Dies gilt auch für die Anwendung von Protonenpumpeninhibitoren (PPI). Die Einnahme von Diuretika kann die Ausscheidung erhöhen, genauso wie die missbräuchliche Anwendung von Abführmitteln oder übermäßiges Schwitzen. Am häufigsten tritt Magnesiummangel bei chronischem Alkoholmissbrauch auf.
Da nur ein kleiner Teil des Magnesiums im Blut gelöst ist, kann ein Bluttest nicht wirklich Aufschluss über einen möglichen Mangel liefern. Zur Beurteilung können mögliche Symptome wie Muskelkrämpfe und Lebensstilfaktoren herangezogen werden.