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Diuretika
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Das Wasser muss raus

Wenig beachtet, aber therapeutisch wichtig bei Herzinsuffizienz, Ödemen, Hypertonie und Glaukom sind Diuretika. Sie kommen in den meisten Medikationsplänen von Patienten mit Polymedikation vor und erfordern einen besonderen Blick auf den Elektrolythaushalt.
AutorKontaktKatja Renner
Datum 01.09.2024  08:00 Uhr

Diuretika bei Kindern

Diuretika werden in der Pädiatrie bei Herzinsuffizienz, nephrotischem Syndrom und Ödemen eingesetzt. Dies erfordert eine individuell angepasste Auswahl und Dosierung des Arzneimittels. Aufgrund des Risikos einer Hypokaliämie, vor allem bei Einsatz von Schleifendiuretika wie Furosemid, ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt. Insbesondere bei langfristiger Gabe oder bei Kombinationstherapien ist es wichtig, die Serum-Elektrolyte regelmäßig zu kontrollieren.

Im Neuen Rezepturformularium (NRF) 26.1 und 26.2 sind zum Beispiel eine Furosemid-Lösung 2 mg/ml sowie 10 mg/ml beschrieben. Auch HCT- und Spironolacton-Suspensionen sind dort gelistet.

Furosemid wird bei pädiatrischen Patienten mit Herzinsuffizienz und Hypervolämie verwendet, initial intravenös mit 1 bis 2 mg/kg, gefolgt von einer chronischen Therapie mit 1 bis 4 mg/kg/24 Stunden oral.

HCT wird oral mit 10 bis 20 mg/kg/Tag in einer bis zwei geteilten Dosen eingesetzt bei Kindern von zwei bis zwölf Jahren zur Behandlung von Ödemen, einschließlich solcher, die mit Herzinsuffizienz assoziiert sind. Die Kombination von Schleifen- und Thiaziddiuretika kann additiv wirken und wird manchmal angewendet, um die Diurese zu verbessern.

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