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Umstellung verschoben

Covid-19-Bestellung: Zubehör wird doch mitgeliefert

Ab der kommenden Woche wollte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Bestellprozess bei den Covid-19-Impfstoffen in einigen Punkten umstellen. Unter anderem sollten die Großhändler das Impfzubehör nicht mehr mitliefern. Kurzfristig hat das Ministerium diese Änderung aber gekippt und auf Ende Oktober verschoben, wie der Deutsche Apothekerverband (DAV) am Freitag mitteilte.
Jennifer Evans
24.09.2021  15:00 Uhr

In den Apotheken ist beim Bestellen der Covid-19-Impfstoffe zuletzt schon etwas Routine eingekehrt. Bis das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Mitte September verkündete, die Abläufe neu strukturieren zu wollen.

Geplant war unter anderem, dass den Präparaten, die der Großhandel ab dem 4. Oktober 2021 in die Apotheken ausliefert, das Impfzubehör nicht mehr automatisch beiliegt. Stattdessen sollten sich die Arztpraxen selbst mit dem entsprechenden Zubehör wie Spritzen, Kanülen sowie NaCL-Lösung gemäß ihres Bedarfs bevorraten. Der Bund wollte weithin das Material zahlen. Doch in diesem Punkt waren sich die beteiligten Parteien offenbar nicht einig, wie die PZ bereits berichtete. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte zusammen mit Großhändlern und Apotheken um eine Verschiebung gebeten.

Wie der DAV am Freitag mitteilte, ist diese Neuerung nun erst einmal auf Ende Oktober 2021 verschoben. Es bleibt also wie gehabt: Der Auslieferung am 4. Oktober 2021 liegt das Impfzubehör vialbezogen bei, unabhängig davon, ob die Arztpraxen die Impfstoffe mit oder ohne Zubehör bestellt haben.

Wie vorgesehen, können die Mediziner aber erstmals auch Spikevax® bestellen. Dem mRNA-Impfstoff von Moderna, der bislang nur in den Impfzentren zum Einsatz kam, liegt ebenfalls Impfzubehör bei.

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