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Covid-19-Impfstoff

Comirnaty wird an Schwangeren getestet

Die Hersteller Biontech und Pfizer beginnen mit einer großen Studie zum Einsatz ihres Corona-Impfstoffs bei Schwangeren. Damit solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs für werdende Mütter geklärt werden, teilten die beiden Unternehmen mit.
PZ
dpa
19.02.2021  12:00 Uhr

Noch gibt es keine Daten zu den Corona-Impfstoffe bei Schwangeren, da diese in den Zulassungsstudien nicht mitmachen durften. Schwangerschaft stellt aber bereits jetzt keine Kontraindikation dar und Schwangere können sich, je nachdem, zu welcher Personen- und damit Risikogruppe gehören und nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung, gegen Covid-19 impfen lassen.

Mit Tozinameran (Comirnaty®, BNT162b2 von Biontech und  Pfizer) soll nun an Schwangeren getestet werden. Rund 4000 gesunde Schwangere ab 18 Jahren sollen an einer klinischen Studie der Phase II/III teilnehmen (NCT04754594). Die Studie wird an 21 Orten in den USA durchgeführt. Die Impfungen sollen zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche erfolgen, teilten die Unternehmen mit. Die Teilnehmerinnen werden dabei zufällig in zwei Gruppen unterteilt werden: Eine Gruppe bekommt den echten Impfstoff, die zweite nur eine Placebo-Impfung (jeweils zwei Dosen). Jene Mütter, die während der Schwangerschaft nur ein Placebo erhielten, sollen nach der Entbindung informiert werden und eine Impfung erhalten können, wie es weiter hieß. 

«Unser Ziel ist es, einen breiten Zugang zu unserem hochwirksamen Covid-19-Impfstoff zu ermöglichen», erklärte die medizinische Geschäftsführerin und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci. Nach dem Anlaufen der Impfkampagnen sei es Zeit, diese auch auf weitere gefährdete Bevölkerungsgruppen wie schwangere Frauen zu erweitern. «So können möglicherweise sowohl schwangere Frauen selbst als auch zukünftige Generationen geschützt werden», erklärte Türeci.

Die Schwangeren werden im Rahmen der Studie bis zu zehn Monate beobachtet. Dabei soll auch die Sicherheit der Impfung für die Babys sowie die Übertragung potenziell schützender Antikörper auf die Kinder untersucht werden, wie die Unternehmen mitteilten. Die Säuglinge würden bis etwa zu ihrem sechsten Lebensmonat beobachtet, hieß es.

Der Chef für klinische Studien und Entwicklung beim US-Pharmakonzern Pfizer, William Gruber, erklärte: «Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und einen schweren Covid-19-Verlauf.» Es sei daher sehr wichtig, einen sicheren und effektiven Impfstoff für diese Bevölkerungsgruppe zu entwickeln.

Die beiden Unternehmen erproben den Impfstoff bereits in einer Studie mit Teenagern. Zudem werde in den nächsten Monaten eine Studie mit Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren begonnen, hieß es. Klinische Studien zu Impfungen besonders schutzbedürftiger Gruppen wie Schwangeren und Kindern beginnen in der Regel erst nach dem erfolgreichen Abschluss vergleichbarer Studien mit Erwachsenen.

Wichtig zu wissen: Bei Tozinameran sowie den Impfstoffen von Moderna und Curevac handelt es sich um messengerRNA, die verimpft wird. Dabei gelangt die mRNA nicht in den Zellkern und lagert sich nicht in die DNA ein. Zudem wird die verimpfte mRNA innerhalb von Stunden wieder abgebaut. Daher ist ausgeschlossen, dass die mRNA das Erbgut des ungeborenen Kindes in irgendeiner Form verändert.

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