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Neue Schutzmaßnahmen

Bundesregierung will Corona-Impfungen in Apotheken

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am morgigen Donnerstag mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beraten. Unter anderem soll die Impfkampagne verstärkt werden. Laut einer Beschlussvorlage sollen auch die Apotheken einsteigen.
Benjamin Rohrer
17.11.2021  20:40 Uhr

Eigentlich wollen die Parteien der möglichen Ampel-Koalition noch in dieser Woche eine Erneuerung des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag beschließen, um auf die steigenden Coronavirus-Infektionszahlen zu reagieren. Doch die geschäftsführende Bundesregierung scheint SPD, Grünen und FDP nun zuvorzukommen. Denn der PZ liegt eine Beschlussvorlage der Bundesregierung vor, die bei einer Videoschalte am morgigen Donnerstag mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten besprochen werden soll. Darin wird unter anderem beschrieben, dass die Inzidenz unter Ungeimpften sehr viel höher ist als unter geimpften Menschen. Deswegen müsse man die Impfkampagne vorantreiben und dafür sorgen, dass möglichst zeitnah auch alle bereits geimpften Menschen an Booster-Impfungen kommen.

In der Beschlusslage heißt es daher an erster Stelle, dass sich die bislang nicht Geimpften solidarisch zeigen und sich impfen lassen sollen. Was die Auffrischimpfungen betrifft, fordert die Bundesregierung, dass alle bereits geimpften Personen eine Booster-Impfung erhalten können, wenn die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Damit die Impfquote schnell erhöht wird, sollen Bund und Länder die Impfangebote ausweiten. In Klammern werden dann einige Impfangebote aufgezählt. In dem Papier heißt es: »mobile Impfteams, Impfzentren, Krankenhäuser, niederschwellige Angebote, Apotheken, Arztpraxen, Betriebsärzte, Ärztinnen und Ärzte der Gesundheitsämter und andere Möglichkeiten.« Dies müsse geschehen, damit man auch die hinzu kommenden Personengruppen, wie beispielsweise Kinder zwischen 5 und 11 Jahren rasch impfen könne. Der Bund will zudem zusichern, die Impfzentren und andere über die Länder organisierte Impfmöglichkeiten weiter in der bisherigen Weise bis zum 30. April 2022 finanziell zu unterstützen. Auch die Impfberatung soll ausgeweitet werden.

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