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Coronavariante

Britische Daten legen milden Verlauf bei Omikron nahe

Zurückliegende Infektionen und Impfungen schützen vor schweren Verläufen

Zurückliegende Infektionen und Impfungen schützen vor schweren Verläufen

Ebenfalls positive Nachrichten kommen vom Imperial College London. Ein Team um Professor Dr. Neil Ferguson berechnete das Risiko für Krankenhausbehandlungen bei Omikron-Infizierten im Vergleich zu Delta-Infizierten für England. Die Forscher verwendeten hierfür Daten zu allen positiven PCR-Coronatests zwischen dem 1. und 14. Dezember, bei denen die Variante anhand von Sequenzierung oder SGTF-Signal bestimmt werden konnte. Laut einem Bericht dieses Covid-19 Response Teams des Colleges haben Omikron-Infizierte ein reduziertes Hospitalisierungsrisiko: Es war insgesamt um 20 bis 25 Prozent niedriger als bei Delta-Infizierten. Wenn aber nur Fälle berücksichtigt wurden, die mindestens einen Tag lang stationär behandelt werden mussten, dann betrug die Reduktion 40 bis 45 Prozent. 

Ein weiteres Ergebnis der Arbeit ist, dass vorherige SARS-CoV-2-Infektionen zu 50 Prozent insgesamt beziehungsweise 61 Prozent (bei mehr als einem Tag Krankenhausaufenthalt) vor einer Hospitalisierung schützen. Auch die Wirksamkeit der Impfstoffe haben die Forscher analysiert: Dabei zeigte sich, dass sich die Hospitalisierungsraten bei doppelt mit einem mRNA-Impfstoff Geimpften bei Omikron im Vergleich zu Delta nicht unterscheiden. Dies könne darauf hinweisen, dass der Impfschutz vor schweren Verläufen auch bei Omikron noch gegeben ist, während der Schutz vor jeglichen Infektionen bekanntlich stark verringert ist. Bei Personen, die den Covid-19-Impfstoff von Astra-Zeneca als Grundimmunisierung erhalten hatten, fiel das Hospitalisierungsrisiko bei Omikron niedriger aus als bei Delta. Die Autoren warnen aber aufgrund der noch geringen Fallzahlen vor einer Überinterpretation der Ergebnisse.

In diese Richtung kommentiert auch Professor Dr. James Naismith von der Universität Oxford, der nicht an den Studien beteiligt war, gegenüber dem Science Media Center UK: Beide Arbeiten seien frühe Analysen und man müsse mit anderen Ergebnissen rechnen, wenn die Wissenschaft weiter voranschreitet. Beide Studien zeigten aber, dass Omikron-Infektionen nicht harmlos seien und man mit schweren Covid-19-Erkrankungen rechnen müsse. »Je mehr Personen sich infizieren, desto mehr kommen ins Krankenhaus.«

Großbritannien ist derzeit mit einer großen Omikron-Welle konfrontiert: Am Mittwoch wurden laut Regierungswebsite erstmals mehr als 100.000 Infektionen mit dem Coronavirus an einem einzigen Tag verzeichnet. Insgesamt 106.122 Neuinfektionen wurden gestern innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

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