| Brigitte M. Gensthaler |
| 16.06.2026 16:45 Uhr |
Braun verwies auf zentrale (Neu-)Regelungen im ApoVWG wie die Erprobung der vorübergehenden Aufrechterhaltung des Apothekenbetriebs in ländlichen Regionen durch erfahrene PTA. »Diese Regelung hätte man nicht gebraucht.« Aber es sei ihm versichert worden, dass dies kein Einstieg in den Fremdbesitz sein soll.
Der Betrieb einer Zweigapotheke könne nur als Erweiterung einer bestehenden Betriebserlaubnis einer nahegelegenen Apotheke genehmigt werden. Eine isolierte Gründung von (Zweig-)Apotheken in Fremdbesitz sei auch künftig nicht möglich, betonte er.
Klar begrüßte der Präsident die Erweiterung des Leistungsspektrums in Apotheken durch Impf-, Test- und Präventionsangebote.
Neu seien die annähernde Verdoppelung der Notdienstpauschale und die Einführung honorierter Teilnotdienste. In einem eigenen Positionspapier habe die LAK im März 2025 konstruktive Vorschläge zum »Notdienst in Not« gemacht und Gespräche mit Politikern auf vielen Ebenen geführt. Wichtige Gedanken des Papiers seien im Gesetz gelandet – dafür hätten viele Kollegen Kärrnerarbeit geleistet, dankte er allen.
Wie das ApoVWG die Fortbildung beeinflussen wird, berichtete Vizepräsidentin Silke Laubscher. Zu neuen pDL, zur Abgabe von Rx-Arzneimitteln bei akuten unkomplizierten Erkrankungen sowie zu Impfungen mit Totimpfstoffen würden Schulungen angeboten, kündigte sie an. Für PTA und Pharmazeuten im Praktikum werde es extra Impf-Schulungen geben. Neu geplant seien Fortbildungen für Lehrende an PTA-Schulen.
Vizepräsidentin Silke Laubscher / © LAK BW
Habe sich die Fortbildung bereits zunehmend in die digitale Welt verlagert, so werde derzeit auch der Einsatz von KI in der Fortbildung erprobt, sagte Laubscher.
Digital wird auch die Neugestaltung der Zukunftswerkstatt sein, die 2011 gegründet wurde, um junge Kollegen besser wahrzunehmen und für die Kammer- und Gremienarbeit zu gewinnen. Das Ziel der Zukunftswerkstatt sei erreicht worden, sagte Laubscher stolz. Das neue Konzept »Next Gen@LAK BW« setze auf digitale Meetings mit allen Kammermitgliedern, die ihre Approbation vor drei Jahren erhalten haben. Die Teilnehmenden könnten selbst Themen festlegen und diskutieren. Auch hier solle abschließend ein Meinungsbild festgehalten werden. »Wir wollen damit eine Community junger engagierter Kollegen aufbauen.«