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GKV-Spargesetz
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BPI befürchtet mehr Marktaustritte

Derzeit nehmen Pharma-Hersteller jedes achte Arzneimittel wieder vom Markt, nachdem es das Verfahren zur frühen Nutzenbewertung durchlaufen hat. Darauf weist der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hin und warnt davor, dass das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz diesen Trend verstärken könnte.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 21.11.2022  15:40 Uhr
BMG kritisiert Mangel an echten Innovationen

BMG kritisiert Mangel an echten Innovationen

Laut Thomas Müller, Leiter der Abteilung für Arzneimittel, Medizinprodukte und Biotechnologie im Bundesgesundheitsministerium, hat der Gesetzgeber die Leitplanken eingeführt, um hohe Ausgaben im Patentbereich zu stoppen und echte Innovationen zu fördern. Während der Tagung »Pharma Trends 2023« am 7. November in Berlin kritisierte Müller, dass es im Patentmarkt wenig neue Präparate mit echtem Zusatznutzen gebe. 20 Prozent der neuen Arzneimittel beträfen die Indikationen Hämatologie und Onkologie. Dabei handele es sich zumeist um Präparate, die die Überlebensdauer der Patienten nur geringfügig verlängerten. Hingegen gebe es bei anderen Indikationen wie beispielsweise Alzheimer und Schizophrenie einen hohen Bedarf an neuen Arzneimitteln, aber nur wenige Anträge auf Zulassung.

Der BPI vertritt die Interessen von mehr als 270 pharmazeutischen Unternehmen auf nationaler und internationaler Ebene. Mit der Broschüre »AMNOG-Daten 2022« informiert der Verband über Grundlagen, Abläufe und Ergebnisse der Zusatznutzenbewertung sowie über die Preisfindung neuer verschreibungspflichtiger Arzneimittel in Deutschland.

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