| Ev Tebroke |
| 25.02.2026 14:46 Uhr |
Angesprochen auf die Idee ihres Parteikollegen und Staatssekretärs im Bundesgesundheitsminsiterium (BMG), Georg Kippels, die Honorarerhöhung aus dem Topf der Pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) zu finanzieren, sagte Borchardt: »Es wäre eine Möglichkeit«, um die Finanzierung des höheren Fixums kurzfristig bis Jahresende zu gewährleisten. Denn ab 2027 könnten die Maßnahmen der Finanzkommission dann womöglich die weitere Finanzierung klären. »Wir nehmen alle Hinweise, die die Apothekerschaft uns gegeben hat, um zu schauen, wo wir optimieren können.«
Die Apothekerschaft versteht diesen Ansatz überhaupt nicht und hält ihn für kontraproduktiv. Mit den pDL sei eine neue Zeitrechnung für die Apotheken angebrochen, unterstrich ABDA-Präsident Preis. Angesichts der immer wichtiger werdenden Beratungsleistung der Apotheken, die aus diesem Topf finanziert werden soll, könne dieser Topf nicht plötzlich geplündert werden. »Da machen wir nicht mit!«
Mieves wollte sich nicht auf Spekulationen über diese Art der Querfinanzierung einlassen. Er sagte aber, die bisherige Abrechnung der pDL sei zu bürokratisch und komplex. »Da müssen wir nachbessern, damit sie mehr angeboten werden.«
Die angekündigten Proteste der Apothekerinnen und Apotheker stoßen bei den politischen Diskussionsteilnehmern auf jeden Fall auf Zustimmung. So räumte Borchardt ein: »Ich habe Verständnis für laute Proteste.« Mieves hält Proteste für »gut und einen Teil der Demokratie«. Mit Blick auf die öffentlichkeitswirksame Arbeit der Apothekerschaft sagte er: »Viele politische Kolleginnen und Kollegen wissen, was in den Apotheken geleistet wird. Das war sehr gut.«