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Steigende Infektionszahlen
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Bei Fieber nach Mückenstich an West-Nil-Virus denken

Diese Saison kommt es in Europa früh und vermehrt zu West-Nil-Infektionen, darunter auch ein Fall in Deutschland. Das Centrum für Reisemedizin rät zu konsequentem Mückenschutz und fordert, die Diagnostik während der Mückensaison zu erweitern.
AutorKontaktPZ
Datum 11.08.2026  12:30 Uhr
Datum Aktualisiert am 13.08.2026  14:10 Uhr

In diesem Jahr wurden in Europa bis zum 5. August bereits 241 lokal erworbene West-Nil-Fieber-Infektionen gemeldet. Betroffen sind 59 Gebiete in sieben europäischen Ländern. Am stärksten betroffen ist Italien mit 36 Gebieten und auch den meisten Fällen (94), gefolgt von Griechenland (neun Gebiete, 42 Fälle mit vier Toten) und Spanien mit nur zwei Gebieten, aber gleich 16 Fällen in Sevilla. Deutschland verzeichnet bislang eine bestätigte Infektion im Rhein-Pfalz-Kreis. Am stärksten betroffen ist bislang Anatoliki Attiki in Griechenland mit 34 Fällen. Neben Italien, Griechenland und Spanien sind auch Frankreich, Rumänien und Nordmazedonien betroffen.

»West-Nil-Fieber ist derzeit eines der wichtigsten saisonalen Infektionsthemen in Europa«, sagt Professor Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf. Das CRM betont, dass das Virus auch in Deutschland heimisch geworden ist. Seit 2018 sei das Virus hierzulande bei Vögeln und Pferden nachgewiesen worden, seit 2019 auch bei lokal infizierten Menschen. Die Schwerpunkte lagen bisher vor allem in Ostdeutschland, informiert das CRM, einzelne Nachweise in weiteren Bundesländern zeigten jedoch, dass sich Risikogebiete verändern können. West-Nil-Viren werden vor allem durch Culex-Arten übertragen, zu denen auch die heimische Gemeine Hausmücke (Culex pipiens) zählt.

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