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BVDAK-Diskussion

Bei der ABDA ist Innovation nötig

Auch bei der SARS-CoV-2-Ausnahmeregelung sei eine Verstetigung der Übergangslösung gefordert, so Kemmritz. Auch nach der Pandemie sollten die Apotheken Dosierungen abändern dürfen, nicht nur um Kontakte zu reduzieren, sondern auch um Lieferengpässe von Medikamenten abzufedern. Damit würden die Apotheker auch auf Augenhöhe mit den Ärzten stehen. Die Zusammenarbeit mit den Ärzten sieht auch der Apotheker König als Schlüssel der Zukunft. Er bedauert, dass die Kommunikationsplattform KIM noch fast niemandem etwas sage. »Apotheken und Ärzte müssen an einem Strang in der Kommunikation im Gesundheitswesen ziehen, um beispielsweise gemeinsam Medikationsanalysen zu ermöglichen«, betonte er und gesteht: »Dabei habe ich ganz große Hoffnungen bei Gabriele Regina Overwiening, gemeinsam viel zu erreichen«.

Kemmritz, die als Kammerpräsidentin selbst Teil der Standesvertretung ist, verwies zudem auf die Strukturanalyse der ABDA, deren Ergebnisse bis Mitte des Jahres kommen sollen. Zudem sei gerade erst ein personeller Wechsel erfolgt, deshalb müsse der neuen ABDA-Spitze etwas Zeit gegeben werden, um sich einzuarbeiten. Dann solle sie aber auch »auf die Tube drücken.« Beispielsweise bei den neuen pharmazeutischen Dienstleistungen sieht Kemmritz die Apotheker in der Pflicht »Lust auf die Dienstleistungen sowohl bei den Apothekern als auch der Bevölkerung« zu machen.

Angesichts der anstehenden Bundestagswahl im September dieses Jahres äußerten die drei Teilnehmer bereits einen Wunsch an den künftigen Gesundheitsminister oder die Gesundheitsministerin. Hartmann möchte, dass nicht nur die ABDA von der Politik gehört werden soll, sondern auch andere Apothekenkooperationen und engagierte Apotheker. König meint, Deutschland muss eine Regelung finden, um Herr über den Rezeptfluss zu bleiben. Und Kemmritz pocht auf die Wertschätzung der Apotheker und dass die Politik der Branche mehr zutrauen soll.

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