| Sven Siebenand |
| 31.05.2026 14:25 Uhr |
Auch die Qualifizierung der Berufsangehörigen thematisierte der BAK-Präsident in seiner Rede. Hoffmann sprach sich für die Novellierung der Approbationsordnung aus. Die Ausbildung müsse stärker an den tatsächlichen Anforderungen der Berufspraxis ausgerichtet werden. Darüber hinaus kündigte er Diskussionen über eine Nachweispflicht in der Fortbildung an. Die kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung sei auch angesichts neuer Aufgaben und erweiterter Kompetenzen unverzichtbar. Ferner informierte Hoffmann, dass die BAK eine Grundsatzentscheidung getroffen habe, eine fachliche Weiterqualifizierung für Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) zu entwickeln. Damit solle sowohl die Attraktivität des Berufs gesteigert als auch die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Apotheken gestärkt werden.
Ein weiteres zentrales Anliegen Hoffmanns ist die Nachwuchsgewinnung. Pharmazeutische Berufe müssten jungen Menschen wieder stärker als moderne, anspruchsvolle und gesellschaftlich relevante Berufe vermittelt werden. Dafür seien attraktive Arbeitsbedingungen, flexible Beschäftigungsmodelle und eine »positive Erzählung« über die pharmazeutischen Berufe notwendig. »Zu oft sprechen wir nur über Probleme«, sagte Hoffmann. Dabei böten die Berufe Sinn, Verantwortung und Zukunftsperspektiven.
Abschließend warb der BAK-Präsident für ein stärkeres Mitwirken der Apothekerschaft an gesundheitspolitischen Entwicklungen. Die Apotheke sei unverzichtbarer Bestandteil der Arzneimittelversorgung und müsse ihre Rolle aktiv gestalten. »Der Pharmadialog bietet die Chance zur Positionierung der Pharmazie.«
Trotz aller Herausforderungen zeigte sich Hoffmann optimistisch. Die Zukunft der Apotheke liege nicht allein im Produkt, sondern in der pharmazeutischen Dienstleistung. »Wenn wir diese Chance mutig nutzen, dann wird die Apotheke nicht geschwächt aus dem Wandel hervorgehen – sondern gestärkt.«