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Celesio will zu McKesson

17.12.2013
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Von Daniel Rücker / Im Gerangel um die Übernahme von Celesio hat sich der Stuttgarter Pharmagroßhändler klar für ein Zusammengehen mit dem US-amerikanischen Handelskonzern McKesson ausgesprochen.

»Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen das Übernahmeangebot der McKesson Corporation sowie deren Absichten zur Weiterentwicklung von Celesio«, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Der Zusammenschluss mit McKesson sei »die attraktivste Option für Celesio«. Den Preis von 23 Euro pro Aktie halten die Gremien des Großhändlers für fair. Damit widersprechen sie dem amerikanischen Investor Paul Singer, der seit dem Bekanntwerden des Übernahmeangebotes von McKesson mehr als 25 Prozent der Celesio-Aktien gekauft hatte und nun einen deutlich höheren Preis pro Aktie erzielen möchte.

 

Celesio hat sich nach eigenen Angaben für McKesson entschieden, nachdem verschiedene andere Zukunftsop­tionen geprüft und mit anderen Akteuren der Branche Gespräche geführt wurden. Dabei habe sich jedoch gezeigt, dass eine Aufspaltung des Unternehmens ebenso wie die alleinige Weiterführung der Geschäfte oder die Beteiligung eines Finanz­investors ähnliche Chancen biete wie der Zusammenschluss mit McKesson.

 

Mit der Verlautbarung von Celesio ist die Schlacht aber keinesfalls entschieden. Finanzinvestor Singer und sein Hedgefonds Elliott haben mit 25,16 Prozent der Aktien den Plan von McKesson durchkreuzt, 75 Prozent der Celesio-Aktien zu kaufen. Nach Angaben des »Handelsblatts« will das Unternehmen drei Viertel der Celesio-Aktien in seinen Besitz bringen, ansonsten platzt der Deal. Singer wird sich deshalb seine Aktien gut bezahlen lassen. /

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