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20.12.2011  16:05 Uhr

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Blutgerinnung: Neue Indikationen für Xarelto

 

PZ / Der orale Gerinnungshemmer Rivaroxaban (Xarelto®) hat von der Europäischen Kommission die Zulassung in zwei weiteren Indikationen erhalten. Hersteller Bayer darf nun seinen Gerinnungshemmer in Europa auch zur Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren vertreiben. Ebenfalls zugelassen ist Rivaroxaban zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen (DVT) und zur Prävention des erneuten Auftretens von tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien. Bislang war Rivaroxaban in Europa zur Prävention venöser Thromboembolien nach Knie- oder Hüftgelenksoperationen zugelassen. Laut Bayer ist Rivaroxaban damit der einzige orale Gerinnungshemmer, der in drei Indikationen in allen 27 EU-Staaten zugelassen ist.Xarelto ist ein hoch selektiver, direkter Faktor-Xa-Inhibitor. Er reagiert direkt mit dem aktiven Zentrum des Gerinnungsfaktors. In Folge wird sowohl der intrinsische als auch der extrinsische Weg der Gerinnungskaskade unterbrochen und damit die Bildung des Thrombins gehemmt.

 

Somatropin: Mehr Nutzen als Risiken

 

PZ / Die europäische Arzneimittelbehörde hat Somatropin-haltigen Medikamenten ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt. Allerdings müssen die verordnenden Ärzte sich streng an die zugelassenen Indikationsgebiete und Dosierungsempfehlungen halten. Die Warnhinweise und Vorsichts­maßnahmen der Fachinformationen sind zu beachten. Eine Langzeitstudie deutete darauf hin, dass unter Somatropin-Behandlung mehr Kinder starben als in der Allgemeinbevölkerung. Vor allem Knochentumoren und Hirnblutungen traten öfter auf. Nach der Auswertung umfangreicher Datenmengen schloss der Ausschuss für Humanarzneimittel der Arzneimittelagentur jedoch, dass die Langzeitstudie erhebliche methodische Mängel zeigt. Andere Daten wiesen nicht auf ein erhöhtes Sterberisiko unter Somatropin hin. Die Behörde betonte, dass Ärzte Somatropin nicht anwenden dürfen, wenn beim Patienten Hinweise auf Tumoraktivität vorliegen.

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