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Kassen geben mehr für Prävention aus

09.12.2015
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Von Ev Tebroke / Die Kassen haben ihre Leistungen für Prävention im Jahr 2014 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Ausgaben für Gesundheitsförderung und Primärprävention beliefen sich nach Angaben des GKV-Spitzenverbands damit auf 293 Millionen Euro. Das geht aus dem aktuellen jährlichen Präventionsbericht des Verbands hervor.

Der größte Anteil der Präventionsleistungen floss demnach in die betriebliche Vorsorge. Hier waren die Ausgaben mit 68 Millionen Euro um 24 Prozent höher als im Vorjahr. In Kindergärten, Schulen, Wohngebieten und Stadtteilen gaben die Kassen rund 32 Millionen Euro für die Gesundheitsvorsorge aus, 2,2 Millionen Menschen konnten davon profitieren.

 

Auch die Anzahl der individuellen Kursangebote etwa zur Stressbewältigung oder Bewegungsförderung ist gestiegen: Insgesamt haben 2014 1,7 Millionen Menschen die Angebote genutzt und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es. Mit Leistungen in Höhe von 193 Millionen Euro stiegen die Ausgaben in diesem Bereich um 6 Prozent.

 

In Zukunft sollen sich die Krankenkassen noch stärker in der Vorsorge engagieren. Das Präventionsgesetz verpflichtet sie ab 2016, ihre Investitionen in die Gesundheitsvorsorge zu verdoppeln. Künftig müssen sie statt 3 Euro dann 7 Euro pro Patient und Jahr für Prävention ausgeben. Insgesamt wird dies für die Kassen jährliche Mehrausgaben in Höhe von 490 Millionen Euro zur Folge haben.

 

Erstmals müssen sich zudem die Pflegekassen mit 21 Millionen Euro an den Kosten beteiligen. Auch die Renten- und Unfallversicherung soll stärker eingebunden werden. /

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