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Dedendo steht wohl vor dem Aus

10.12.2013
Datenschutz bei der PZ

Von Yuki Schubert / Der Bestell- und Lieferdienst Dedendo hat im November beim Registergericht Wiesbaden einen Insolvenzantrag gestellt. Die Apothekenkooperation Vivesco will aufgrund dieser Entwicklung aus dem Projekt Dedendo aussteigen. Darüber hat sie ihre Mitgliedsapotheken in einem Rundschreiben informiert, das der PZ vorliegt.

 

Als Grund für die Schwierigkeiten der Online-Plattform Dedendo wird darin insbesondere der Ausstieg der Mediengruppe ProSiebenSat. 1 Mitte dieses Jahres genannt. Schließlich sei es der Plan gewesen, das Bestell- und Lieferportal durch Werbespots im Fernsehen auf dem Markt bekannt zu machen. Allerdings habe der Medienpartner nicht genug Geduld für den Aufbau der Plattform gezeigt, heißt es in dem Schreiben. Für Dedendo sei es danach nahezu unmöglich gewesen, die Vermarktung der Webseite wie geplant umzusetzen.

 

Mithilfe des Portals sollten sich inhabergeführte Apotheken gegen die Konkurrenten aus dem Versandhandel rüsten. Bei Dedendo können Kunden über das Internet zwischen nahegelegenen Apotheken wählen, die das gewünschte Arzneimittel vorrätig haben. Anschließend wird das ausgewählte Präparat über den regulären Botendienst geliefert. Aus Sicht von Vivesco sei dieses Vorhaben auf einem guten Weg gewesen, mit geplant 2000 Apotheken deutschlandweit vertreten zu sein. Das Konzept habe sowohl bei Apothekern als auch bei der Industrie großes Interesse hervorgerufen. Vivesco bedauere die Entwicklung sehr, sagte Pressesprecher Thomas Graf auf Nachfrage der PZ. »Es ist uns natürlich ein Anliegen, zukünftig an neuen Online-Angeboten für unsere Kunden zu arbeiten.« /

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