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DAV-Wahl

Becker im Amt bestätigt

27.11.2012
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Von Daniel Rücker, Berlin / Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat einen neuen Geschäftsführenden Vorstand. An dessen Spitze steht ein alter Bekannter: Der bisherige Vorsitzende Fritz Becker bleibt auch für die nächsten vier Jahre in diesem Amt.

Das Votum für Becker fiel eindeutig aus. Die Mitgliederversammlung bestätigte ihn am 27. November in Berlin einstimmig im Amt. Becker, der auch Präsident des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg ist, war bereits in der nun ablaufenden Wahlperiode DAV-Vorsitzender. Zuvor hatte er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden inne. Beckers zweite Amtszeit beginnt am 1. Januar 2013.

 

Bienfait wird Stellvertreter

 

Der Vorsitzende des Berliner Apothekervereins, Dr. Rainer Bienfait, wird Beckers Stellvertreter. Er erhielt die große Mehrheit der Stimmen. Bienfait war bislang Beisitzer im Geschäftsführenden DAV-Vorstand und Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der ABDA. Er übernimmt das Amt vom hessischen Verbandsvorsitzenden Dr. Peter Homann, der nicht mehr kandidierte.

Mit Claudia Berger, Dr. Hans-Peter Hubmann und Stefan Fink komplettieren drei weitere Apotheker als Beisitzer den Geschäftsführenden DAV-Vorstand. Die drei wurden jeweils mit großer Mehrheit oder einstimmig in das Gremium gewählt. Berger ist Vorsitzende des Saarländischen Apothekervereins, Hubmann steht an der Spitze des Bayerischen Apothekerverbandes und Fink ist Chef des Thüringer Apothekerverbandes. Als Mitglieder des Geschäftsführenden DAV-Vorstandes ziehen die drei auch in den Geschäftsführenden Vorstand der ABDA ein.

 

Die bisherigen Beisitzer, Monika Koch und Thomas Preis, hatten nicht mehr kandidiert. Koch zieht sich aus der Bundespolitik zurück, Preis kandidiert am 6. Dezember für den Posten des ABDA-Vizepräsidenten. Dies schließt eine Kandidatur für den Geschäftsführenden DAV-Vorstand aus. Die Amtszeit des neuen Geschäftsführenden Vorstandes beginnt am 1. Januar 2013 und endet am 31. Dezember 2016.

 

Becker sieht auch für die nächsten Jahre eine angemessene Honorierung der Apotheker als eines der wichtigsten Themen. Becker: »Mein großes Ziel ist und bleibt es, der deutschen Apothekerschaft eine solide und gerechte Honorierung zu sichern. Im Moment stehen wir in den wichtigen Verhandlungen rund um den Apothekenabschlag 2013. Die Verhandlungen mit den Krankenkassen fordern nicht nur an dieser Stelle unsere ganze Kraft.« Becker machte deutlich, dass die Apotheker keinesfalls von 1,75 Euro als Basis abrücken. Hier bleibe der DAV hart.

 

Da es bis zum 1. Januar 2013 wahrscheinlich keine Einigung geben werde, habe man mit den Rechenzentren vereinbart, dass die Rechnungsstellung an die Kassen ab Januar 2013 einen Abschlag von 1,75 Euro voraussetzt. In einer Resolution bekräftigte die DAV-Mitgliederversammlung diese Position und verband dies mit der Aufforderung an den GKV-Spitzenverband, seine starre Haltung aufzugeben, um die Versorgung ihrer Versicherten nicht zu gefährden.

 

OTC-Markt stärken

 

In der nächsten Amtszeit will der DAV-Vorsitzende auch einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung von bestehenden Verträgen und die Erschließung neuer Versorgungsbereiche legen. Außerdem soll der stagnierende OTC-Markt in den Apotheken wieder neuen Schwung bekommen. Dieser wachse zurzeit nur beim Versandhandel. Zusätzliche Probleme bereiten Aktivitäten von Herstellern, die immer häufiger ihre OTC-Arzneimittel aus der Apothekenpflicht herausnehmen wollen. Mit großer Intensität soll zudem das Apotheken-A als starke Marke geschützt werden. /

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