Pharmazeutische Zeitung online
Neue BPhD-Präsidentin

Hauptstudium verlängern

19.11.2014
Datenschutz bei der PZ

<typohead type="4">Von Sven Siebenand / Die neue Präsidentin des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) heißt Franziska Möllers. Die Studentin des achten Semesters Pharmazie an der Uni Bonn wurde bei der Verbandstagung in Marburg als Nachfolgerin von David Reiner gewählt. Für ihre Amtszeit hat sie sich einiges vorgenommen.</typohead type="4">

PZ: Frau Möllers, seit wenigen Tagen stehen Sie an der Spitze des BPhD. Wie ist das Gefühl als neue Präsidentin?

 

Möllers: Natürlich ist es noch etwas ungewohnt, aber ich fühle mich innerhalb des Vorstands sehr gut aufge- hoben.

 

PZ: Was haben Sie sich für Ihre Präsidentschaft vorgenommen?

 

Möllers: Die Fertigstellung laufender BPhD-Projekte zählt zu meinen primären Zielen. Zudem möchte ich mich um die Durchsetzung der BPhD-Forderungen nach Studienzeitverlängerung und nach Anpassung der Studieninhalte kümmern.

 

PZ: Welches sind die laufenden Projekte?

 

Möllers: Da ist zum einen die Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern im Hinblick auf Studierendenverbände, insbesondere zwischen dem BPhD und der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland BVMD. Ein zweites Thema ist die Einführung von verpflichtenden Erste- Hilfe-Kursen zur Erlangung der Approbation. Außerdem untersuchen wir momentan die Umsetzung der Lehre in Klinischer Pharmazie an den Pharmaziestandorten in Deutschland.

 

PZ: Wie würden Sie sich die Anpassung der Studieninhalte wünschen?

 

Möllers: Veraltete Themen müssen zugunsten moderner Inhalte gestrichen werden. Zudem würde ich mir eine wissenschaftlichere Lehrmethodik wünschen, das heißt zum Beispiel mehr Seminare und weniger reines Auswendiglernen.

 

PZ: Um wie viel soll nach Vorstellungen des BPhD das Studium verlängert werden?

 

Möllers: Unser Vorschlag ist eine Verlängerung um ein weiteres Semester im Hauptstudium. Mit dem Fortschreiten der pharmazeutischen Forschung steigt zwangsläufig auch der Lernumfang, dem würde somit Rechnung getragen.

 

PZ: Was glauben, wie erfolgreich der Verband mit beiden Wunschvorstellungen sein wird?

 

Möllers: Natürlich sind dies Forderungen, die nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren umgesetzt werden können, da muss man realistisch sein. Aber die Grundsteine sind gelegt. Der Antrag des Hessischen Apothekerverbandes auf Änderung der Studieninhalte und Erwägung einer Studienzeitverlängerung wurde auf dem diesjährigen Deutschen Apothekertag in einen Ausschuss verwiesen. Wir sind gespannt, inwieweit die Studierenden in den nun anschließenden Prozess involviert werden.

 

PZ: Gibt es auch Dinge im Praktischen Jahr, die sich dringend ändern sollten?

 

Möllers: Der BPhD ist an einer Vereinheitlichung der Lehre des begleitenden Kammerunterrichts interessiert und hat in einer Arbeitsgruppe Vorschläge für eine Gewichtung der Themen erarbeitet. Ausbildende Apotheken sollten darüber hinaus Mindeststandards erfüllen, beispielsweise in der gewissenhaften Betreuung des Pharmazeuten im Praktikum durch Approbierte und Erstellen eines Ausbildungsplans.

 

PZ: Welche Fächer an der Uni machen Ihnen denn am meisten Spaß?

 

Möllers: Pharmakologie und Klinische Pharmazie.

 

PZ: Sie sind bereits im achten Semester. Das Zweite Staatsexamen ist nicht mehr so weit weg. Wissen Sie schon, wie es nach dem Studium und dem PJ weitergehen soll?

 

Möllers: Eine Hälfte meines PJ würde ich gern in einer Krankenhausapotheke absolvieren. Danach könnte ich mir eine Arbeit im Bereich der klinischen Forschung vorstellen.

 

PZ: Studium, demnächst Staatsexamen und nun auch noch die BPhD- Präsidentschaft. Bleibt da überhaupt noch Zeit für andere Hobbys?

 

Möllers: Viel Zeit bleibt nicht, aber da mir die Arbeit Spaß macht, ist das auch nicht schlimm. Privat spiele ich Klavier und fahre viel Rad. /

Mehr von Avoxa