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Ausgaben für Krebstherapie stark steigend

19.11.2014  09:49 Uhr

Von Stephanie Schersch / Die Techniker Krankenkasse (TK) warnt vor deutlich steigenden Kosten in der Krebstherapie, die für die Gesetzliche Krankenversicherung zu einer Belastungsprobe werden könnten.

 

Um mehr als 17 Prozent werden die Ausgaben der Kassen für Krebspräparate bis 2016 steigen. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der TK und des Hamburger Center for Health Economics hervor. Die Berechnungen stützen sich auf ein Gutachten des Marktforschungsinstituts IMS Health. Demnach werden in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich 26 neue Krebspräparate auf den deutschen Markt kommen, die jährlich mit rund 526 Millionen Euro zu Buche schlagen.

 

»Dass die Pharmaindustrie in diesem Bereich viele neue Medikamente auf den Markt bringen wird, ist sehr erfreulich«, sagte TK-Chef Jens Baas. »Als Kasse müssen wir jedoch auch ein Gegengewicht zur Pharmaindustrie bilden, deren Geschäftsziel es ist, ihre Gewinne zu maximieren.« Die TK drängt daher auf strengere Regeln zur Kostendämpfung. Demnach könnte etwa der verstärkte Einsatz von Biosimilars zu sinkenden Kosten führen.

 

Der Studie zufolge werden die Kassen 2016 insgesamt 3,25 Milliarden Euro für Krebsmedikamente zahlen. Am stärksten fällt dabei die Therapie von Brustkrebs mit rund 1,2 Milliarden Euro ins Gewicht, gefolgt von Darmkrebs (458 Millionen Euro), schwarzem Hautkrebs (343 Millionen Euro) und nicht kleinzelligem Lungenkrebs (342 Millionen Euro). /

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