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Stimulanzien

Zahl der Abhängigen steigt

19.11.2012
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Von Anna Hohle / In Deutschland werden immer mehr Menschen aufgrund einer Abhängigkeit von Stimulanzien wie Amphetaminen oder Ecstasy behandelt. Dies erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans (FDP) in Berlin.

Im Jahr 2007 waren laut Dyckmans 10,4 Prozent aller Patienten, die erstmals wegen einer Drogensucht ambulant behandelt wurden, abhängig von Stimulanzien. 2011 lag ihr Anteil bereits bei 15 Prozent. Auch in der stationären Behandlung stieg ihr Anteil in diesen vier Jahren von 9,2 auf 12,7 Prozent.

 

Die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland bleibt weiterhin Cannabis. Das ergaben mehrere Studien, die Dyckmans im Rahmen der Jahresberichte der deutschen und der europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD und EBDD) vorstellte. Laut der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) gaben im vergangenen Jahr 4,6 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren und 13,5 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren an, in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Die europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen (ESPAD) kam bei 15- und 16-jährigen Schülern sogar auf einen Anteil von 17,4 Prozent, die diese Aussage machten. Auch machten Cannabissüchtige mit 56,6 Prozent den weitaus größten Anteil der Patienten aus, die 2011 erstmals wegen einer Drogenabhängigkeit ambulant behandelt wurden. /

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