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Stresstherapie verbessert Prognose bei Brustkrebs

18.11.2008  14:17 Uhr

Stresstherapie verbessert

PZ / Brustkrebspatientinnen, die eine Interventionstherapie zum Stressabbau, zur Verbesserung der Stimmung und der Compliance erhalten, leben länger als Patientinnen ohne eine solche Intervention. Dies berichten Barbara L. Andersen und ihre Kollegen von der Ohio State University im Fachjournal »Cancer« (Doi: 10.1002/cncr.23969). Sie beobachteten 227 Brustkrebspatientinnen von der Diagnose an über durchschnittlich elf Jahre. Ein Teil der Patientinnen hatte zusätzlich zur operativen Beseitigung des Tumors und adjuvanter Therapie eine Psychotherapie erhalten, die direkt nach der Diagnose begann. Diese bestand aus regelmäßigen Gruppentreffen, dem Erlernen von Stressbewältigungstechniken und Ernährungsberatung. Die Patientinnen profitierten von dieser Therapie deutlich: Sie hatten eine halb so hohe Rezidivrate und eine halb so hohe Brustkrebs-Mortalität wie die Vergleichsgruppe. Zudem war die Gesamtsterblichkeit um die Hälfte reduziert. Die Forscher vermuten, dass sich die Entspannungsübungen positiv auf das Immunsystem ausgewirkt haben.

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