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Welt-Aids-Tag

Kampagne für 2013 geht an den Start

05.11.2013
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Von Yuki Schubert / Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat vergangene Woche in Köln die Aktion »Positiv zusammen leben!« vorgestellt. Im Fokus der Aktion stehen HIV-positive Menschen, die bis zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember öffentlich für mehr Solidarität werben.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) und das Bundesministerium für Gesundheit haben die Kampagne ins Leben gerufen. Sie arbeiten gemeinsam mit der Deutschen Aids-Hilfe und der Deutschen Aids-Stiftung daran, wie aus einer Pressemitteilung der BZGA hervorgeht.

Der Schwerpunkt der Aktion liegt auf dem Thema »HIV in der Arbeitswelt«. Zwei Drittel der rund 78 000 HIV-positiven Menschen in Deutschland seien berufstätig, sagte Bahr. »Aber noch immer sind Ausgrenzung oder berufliche Benachteiligungen reale Gefahren, wenn sie sich dem Kollegenkreis oder den Vorgesetzen anvertrauen. Wir brauchen mehr Aufklärung und Unterstützung am Arbeitsplatz, um Menschen mit einer HIV-Infektion ein normales Leben zu ermöglichen.« Diese Problematik wird im Rahmen der Kampagne auf zahlreichen Plakaten thematisiert. Eine Überschrift lautet dabei: »Ich habe HIV. Und die Solidarität meiner Angestellten.« Auf dem Aushang ist der HIV-positive Unternehmer Holger mit seiner Mitarbeiterin Leonie zu sehen. Neben Plakaten, Anzeigen und Flyern werden mitunter Fachartikel für die Unternehmenskommunikation oder für Web- und Printauftritte zur Verfügung gestellt.

 

Das nationale Projekt findet zahlreiche Unterstützer, darunter Unternehmen und Institutionen, wie das Deutsche Jugendherbergswerk, Vodafone und die Ford-Werke, bei denen auch die Auftaktveranstaltung stattfand. Außerdem fördern der Verband der Privaten Krankenversicherung und der Fachverband Außenwerbung die Kampagne.

 

Aufklärung trägt Früchte

 

Nach Angaben der BZGA haben Menschen mit HIV-Infektion in Deutschland heute eine beinahe normale Lebenserwartung. Die Zahl der HIV-positiven Menschen wird demnach steigen, da die Zahl der Todesfälle durch HIV und Aids geringer sei als die der Neuinfektionen. BZGA-Direktorin Professor Elisabeth Pott merkte an, dass die kontinuierliche Aufklärungsarbeit bereits Früchte trage. Es gebe eine stabile Haltung in der Bevölkerung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. »Trotzdem erleben HIV-positive Menschen immer noch Ablehnung und Isolation. Diesen Zustand möchten wir ändern.« Pott bedankte sich insbesondere bei den Botschaftern für ihren Mut, sich auf Plakate abbilden zu lassen »und so öffentlich für einen vorurteilsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen zu werben«. /

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