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09.11.2010
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Großhändler unzufrieden

 

PZ / Der pharmazeutische Großhandel kritisiert die geplante neue Großhandelsvergütung, auf die sich die Regierung vorige Woche in Berlin geeinigt hatte. Demnach wird die Großhandesspanne im Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) auf 3,15 Prozent plus einen Fixzuschlag von 70 Cent festgesetzt. Die Umstellung soll 2012 erfolgen, im nächsten Jahr sollen die Großhändler einen Abschlag von 0,85 Prozent auf den Herstellerabgabepreis zahlen. Die neue Regelung entspreche nicht dem Kompromiss, den die Regierungskoalition den Großhändlern angeboten habe, bemängelte der Vorsitzende des Bundesverbandes des pharmazeutischen Großhandels (Phagro), Dr. Thomas Trümper. Er nannte die Übergangsregelung für 2011 eine »völlig unausgegorene Zwischenlösung«. Auch Thomas Graf, Pressesprecher der Andreae-Noris Zahn AG (Anzag), übte Kritik. »Wir sind sehr enttäuscht über diese Lösung, weil sie uns für die Zukunft Unsicherheit bietet.« Konditionsvereinbarungen müssten nun neu verhandelt werden.

 

Bayer streicht »Schering«

 

dpa / Gut vier Jahre nach der Übernahme der Pharmafirma Schering durch die Bayer AG soll die Berliner Traditionsmarke schrittweise aus der Öffentlichkeit verschwinden. Das Pharmageschäft werde künftig nur noch unter der Marke »Bayer Health Care« geführt, sagte Unternehmenssprecher Günter Forneck am Montag in Leverkusen. Bisher hieß diese Sparte »Bayer Schering Pharma«. Grund für den Verzicht auf den Zusatz Schering sei ein neues Konzept, wonach die Dachmarke Bayer künftig deutlich stärker sichtbar werden.

 

Grünenthal verkauft Sparte

 

dpa / Die Aachener Grünenthal GmbH verkauft ihre Verhütungssparte an das ungarische Pharma-Unternehmen Richter. Der Kaufpreis betrüge 236,5 Millionen Euro, teilte Richter vorige Woche auf der Webseite der Budapester Börse mit. Die Transaktion werde nach der Billigung durch die deutschen Wettbewerbshüter voraussichtlich im Dezember dieses Jahres abgeschlossen. Grünenthal machte keine Angaben dazu, wie viele Beschäftigte von dem Verkauf betroffen sind. »Wir sind derzeit dabei zu evaluieren, welche Auswirkungen das für die Mitarbeiter hat«, sagte eine Sprecherin. Grünenthal hatte unlängst angekündigt, sich als Schmerzmittelspezialist auf dem Weltmarkt durchsetzen zu wollen. Aus diesem Grund hatte der Konzern schon das dermatologische Geschäft und das Antibiotika-Geschäft verkauft. /

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