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Versteckte Auffälligkeiten

06.11.2007  16:50 Uhr

Versteckte Auffälligkeiten

PZ / Eine von acht Personen älter als 45 Jahren hat eine unbemerkte Gehirnläsion wie ein Aneurysma, abgestorbenes Gewebe oder einen Tumor. Dies entdeckten Aad van der Lugt und seine Kollegen vom Erasmus Medical Center in Rotterdam zufällig, als sie nach Risikofaktoren für Demenz suchten. An 2000 gesunden Erwachsenen über 45 Jahren führten sie hierfür unter anderem eine Magnetresonanztomografie durch. Bei der Analyse der Aufnahmen stellten die Forscher fest, dass 13 Prozent der Teilnehmer eine Anomalie aufwiesen. So hatten 7 Prozent der Untersuchten eine Nekrose infolge eines versteckten Infarkts. Weitere 1,8 Prozent der Probanden lebten mit einem unentdeckten Aneurysma und 0,9 Prozent mit einem gutartigen Tumor (Meningiom), berichten die Forscher im »New England Journal of Medicine« (Band 357, Seite 1821). Derzeit ist es Experten zufolge nicht sinnvoll, Gesunde per MRT auf Anomalien zu untersuchen, da die Methode sehr teuer ist und Befunde die Betroffenen unnötig verunsichern würden.

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