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Ebola

Zusätzliches Geld für die Forschung

29.10.2014
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Von Yuki Schubert / Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt weitere Mittel in Höhe von mehr als 5 Millionen Euro für die Ebola-Forschung zur Verfügung. Auch die Europäische Union investiert.

Im Schnellverfahren sollen nach Angaben der EU-Kommission 24,4 Millionen Euro aus dem Haushalt des sogenannten EU-Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 für fünf Projekte freigegeben werden. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) unterstrich die Bedeutung der Forschung. »Wir brauchen dringend verlässliche Diagnose- und Behandlungsmethoden, diese müssen mit Hochdruck entwickelt werden«, sagte sie.

 

Das 2010 gegründete Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat dem Ministerium zufolge ein Ebola-Virus-Konsortium initiiert, das einen breiten Forschungsansatz zur Bekämpfung der Epidemie erarbeitet hat. Zu den größten Herausforderungen zählen demnach die Entwicklung von Prophylaxe-Möglichkeiten, klinische Prüfungen von Impfstoffkandidaten sowie die Erarbeitung von Strategien zur Kontrolle der Epidemie. So soll eine mobile Echtzeit-Datenübermittlung helfen, die Ausbreitung von Ebola in den betroffenen Ländern besser zu überwachen und ein gezieltes Eingreifen zu ermöglichen.

 

Um einen Ebola-Test zu entwickeln, der unter den in West-Afrika herrschenden Bedingungen zuverlässig eingesetzt werden kann, fördert das Forschungsministerium nach eigenen Angaben zudem die sogenannte Produktentwicklungspartnerschaft FIND (Foundation for innovative new diagnostics). Diese habe bereits einen Projektvorschlag zur Entwicklung eines Ebola-Schnelltests vorgelegt. Mit der Jenaer Firma Alere Technologies soll das Vorhaben gemeinsam umgesetzt werden. »Unter Zeitdruck einen solchen Test zu entwickeln ist schwierig, aber angesichts des enormen Bedarfs und der Notsituation unerlässlich«, so Wanka. /

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