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Stabile Rahmenbedingungen für Apotheker

18.10.2016  15:27 Uhr

Die demografische Entwicklung und der wachsende Betreuungsbedarf stellen die deutschen Apotheken vor große Herausforderungen. Um diesen zu begegnen und die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern, brauche der Berufsstand verlässliche Rahmenbedingungen, hieß es in einem Antrag des Geschäftsführenden Vorstands der ABDA, den die Hauptversammlung der Apotheker einstimmig annahm.

 

Die Delegierten fordern den Gesetzgeber darin auf, die freiberuflich erbrachte, qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung in Deutschland durch ordnungspolitische, ökonomische und fachliche Planungssicherheit zu fördern. »Der Antrag fasst einige unserer zentralen Forderungen zusammen«, erläuterte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. »Wir wollen mehr Verantwortung für die Apotheker und dass unsere Fähigkeiten besser eingebunden werden.«

 

Mehr Verantwortung für Apotheker – das war auch Gegenstand einiger weiterer Anträge, über die in der Hauptversammlung abgestimmt wurde. So sollen Medikationsanalysen und Medikationsmanagement flächendeckend umgesetzt und als Regel­leistung in den Versicherungssystemen für bestimmte Patientengruppen verankert werden. Im E-Health-Gesetz wollen die Apotheker zudem den Ärzten gleichberechtigte Partner beim Erstellen und Aktualisieren der Medikationspläne sein. Ein entsprechender Antrag, den der Geschäftsführende Vorstand zusammen mit der Landesapothekerkammer Hessen eingereicht hatte, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Ein weiterer Antrag der Kammer Berlin beschäftigte sich mit der Rolle der Apotheker bei der Aufklärungs- und Präventionsarbeit: Das Bundesministerium für Gesund­heit sowie die Krankenkassen sollten die Apotheker mit ihrer Sachkompetenz und ihren Kommunikationsmöglichkeiten dort stärker einbeziehen, hieß es. Auch dieser Antrag wurde angenommen. /

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