Pharmazeutische Zeitung online

Wussten sie schon, dass ...?

05.10.2016
Datenschutz bei der PZ

<typohead type="2" class="wusstensie">… Achterbahnfahren Nieren­steine löst?</typohead type="2">

Von Annette Mende / Wer zur Bildung von Nierensteinen neigt, sollte häufiger mal auf den Rummelplatz gehen und mit der Achterbahn fahren. Diesen Rat geben Dr. Marc A. Mitchell von der Doctors Clinic in Poulsbo, Washington, und Dr. David D. Wartinger von der Michigan State University jetzt im »Journal of the American Ostheopathic Association« (DOI: 10.7556/jaoa.2016.128).

 

Durch das schnelle Fallen und die scharfen Kurven in der Achterbahn können sich Nierensteine lösen und spontan abgehen, so die Forscher. Die für diesen Zweck ideale Achterbahn beschreibt Wartinger in einem begleitenden YouTube-Video: Sie fährt nicht schneller 65 km/h und dreht keine Über-Kopf-Loopings (www.youtube.com/watch?v=q6glAXn3hb4). Regelmäßiges Achterbahnfahren verbinde für Betroffene das Angenehme mit dem Nützlichen, weil so Steine bereits abgehen, bevor sie die kritische Größe von 6 mm erreichen, so Wartinger.

 

Für ihre Studie benutzten die Forscher ein durchsichtiges 3-D-Modell einer menschlichen Niere, in dem sich drei Steine unterschiedlicher Größe befanden. Mit diesem Modell im Gepäck fuhren sie 20 Mal hintereinander die Big Thunder Mountain Railroad Achterbahn in der Disney-World in Orlando, Florida. Dabei stellten sie fest, dass es einen Unterschied machte, wo sie in der Achterbahn saßen: Bei Fahrten auf einem der vorderen Plätze lösten sich die Nierensteine weniger gut, als wenn sie hinten mitgefahren waren. Die Erfolgsquote betrug 17 versus 64 Prozent. Achterbahnfahrer, für die der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund steht, sollten sich also auf die hinteren Plätze drängeln. /

Mehr von Avoxa