Pharmazeutische Zeitung online
IPSF-Kongress

Internationaler Austausch in Afrika

27.09.2016  11:24 Uhr

Von Alexandra Anger, Sebastian Lehmann und Lina Quinten / Diesen Sommer jährte sich die Zusammenkunft der Pharmaziestudierenden aus der ganzen Welt zum 62. Mal. Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) wurde durch fünf Mitglieder aus Regensburg und München in Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe, vertreten. Zum ersten Mal seit 20 Jahren fand der Weltkongress der International Pharmaceutical Students Federation (IPSF) wieder auf dem afrikanischen Kontinent statt.

Rund zwei Wochen lang nahmen Christine Schwarz und Sebastian Lehmann (beide Uni Regensburg) als offizielle Delegierte für den BPhD das Stimmrecht in der Vollversammlung wahr. Im Verlauf wurde für die neue Legislaturperiode der Organisation Christian Roth (ebenfalls Uni Regensburg) zum President-Elect gewählt. Somit würde er nach dem Bestehen des Vertrauensvotums auf dem nächsten Weltkongress das Amt des Präsidenten offiziell übernehmen.

Parallel zum Sitzungsprogramm konnten alle Teilnehmer des Kongresses ein vielfältiges Rahmenprogramm genießen. Neben wissenschaftlichen Vorträgen, Poster Sessions im Bereich Wissenschaft und Lehre sowie Workshops zu den Themen Zukunft der Pharmazie und Pharmazeutenausbildung weltweit gab es auch drei Wettbewerbe in den pharmazeutischen Kernkompetenzen Beratung, klinisches Wissen und Rezeptur. Im Rezepturwettbewerb für Fortgeschrittene konnten sich die beiden Münchner Studentinnen Alexandra Anger mit dem ersten und Lina Quinten mit dem dritten Platz gegen Kommilitonen aus der ganzen Welt behaupten.

 

Spenden für Waisenkinder

 

Besonders in Erinnerung wird die Spendenaktion bleiben, für die die Gruppe schon in Deutschland in den Fachschaften und unter den Studierenden Hygiene- und Schulartikel gesammelt hatte. Vor Ort wurden alle Sachspenden in einem Waisenhaus in einem Township von Harare direkt den Verantwortlichen übergeben. Die Kinder und die Heimleitung bedankten sich mit Gebeten und Liedern bei den Studierenden.

 

Auch Landeskunde kam nicht zu kurz – beim afrikanischen Abend gab es Kunst, Mode, Tanz und Musik aus Zimbabwe zum Anfassen und Mitmachen. Zudem erkundeten die Teilnehmer bei einem Ausflug in einen Nationalpark das Hinterland. Besuche im Universitätskrankenhaus samt Apotheke, in einer Aids-Ambulanz, einer Offizin und einem pharmazeutischen Herstellungsbetrieb gaben interessante Einblicke in die Arzneimittelversorgung des afrikanischen Landes.

 

Auch das Rahmenprogramm bereiteten die Gastgeber mit viel Sorgfalt vor. Bei der internationalen Nacht bekamen die Delegierten etwa die Gelegenheit, Spezialitäten aus aller Welt zu probieren. Zusätzlich führten Studenten einiger Länder traditionelle Tänze oder Bräuche aus ihrer jeweiligen Heimat auf.

 

Am letzten Abend stand traditionell die Gala Night mit der Award-Verleihung, der Siegerehrung für die Gewinner der Wettbewerbe sowie der offiziellen Verabschiedung auf dem Programm. Doch auch die inoffizielle Verabschiedung am Ende des Abends war für alle Teilnehmer sehr emotional, da man in den zwei Wochen gute Freunde gefunden hatte. Der nächste IPSF-Kongress findet im August 2017 in Taiwan statt. /

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