Pharmazeutische Zeitung online

Gastkommentar

24.09.2013  18:43 Uhr

Weg in die Zukunft


Der Weg in die Zukunft für leistungsfähige Apotheken beherrschte während des Deutschen Apothekertages die Beratungen der 300 Delegierten, die – wie bereits 2009 – unmittelbar vor der Bundestagswahl die Grundsatzerklärungen der gesundheitspolitischen Sprecher einschließlich des inzwischen aus dem Amt gewählten Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr (FDP) zur Kenntnis nahmen. Zum ersten Mal in der Rolle als ABDA-Präsident hatte Friedemann Schmidt zum Auftakt des Apothekertags darauf hingewiesen, dass viele Apotheker heute nicht mehr mit ihrem Beruf zufrieden seien. Der Grund seien »immer weiter ausufernde bürokratische Anforderungen« des Staates. Diese Fremdbestimmung müsse ein Ende finden, weil die fortschreitende demografische Entwicklung eine stärkere Konzentration auf die Fürsorge für ältere Patienten erfordere. Der neue Bundestag müsse aber auch für stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen.

 

Intensive Diskussionen, an denen sich in Düsseldorf erfreulicherweise auch viele junge Apotheker beteiligten, unterstrichen die Bereitschaft zur Mitgestaltung einer effektiven, den Bürgern dienenden Gesundheitspolitik.

 

Die Standesvertretung der Bayerischen Apotheker setzte auch in diesem Jahr die vor 14 Jahren begründete Tradition fort, beim Bayerischen Apothekertag bis zu 200 Studenten der Pharmazie zu den Fachvorträgen und Gesprächen mit »gestandenen« Apothekern einzuladen, um sie mit den aktuellen Problemen des Berufsstandes vertraut zu machen. Auch die ABDA täte gut daran, zukünftig Studenten zum DAT einzuladen. Das ist sicher eine weitere gute Investition für den Weg in die Zukunft.

 

Siegfried Löffler

Freier Journalist

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