Pharmazeutische Zeitung online
Arbeitskreis 2

Liberaler Markt mit Spitzenpreisen

22.09.2008  13:32 Uhr

Kommentar: Abschreckendes Beispiel

In den USA sind Arzneimittel am teuersten, in Norwegen sind Medikamente nach der Abschaffung des Fremd- und Mehrbesitzverbotes nicht preiswerter geworden. Der Arbeitskreis 2 hatte eine klare Botschaft: Von einer Deregulierung der Arzneimittelversorgung profitieren nur die Betreiber der dann möglichen Apothekenketten. Die Patienten haben überhaupt nichts davon.

 

Im Gegenteil: Wirklich kranke Menschen werden schlechter bedient, sagt die norwegische Apothekerpräsidentin Anne Markestad. Kranke sind ohnehin nicht die Zielgruppe der Ketten. Zwar benötigen gerade die eine fundierte Beratung, doch dies ist für die Rendite-Maximierer in den Konzernzentralen kein Argument.

 

Der Arbeitskreis wird die Motivation der Apotheker weiter gestärkt haben. Den Fremdbesitz zu verhindern, ist nämlich nicht Besitzstandwahrung für Apotheker, sondern Patientenschutz.

 

Daniel Rücker

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