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Bundesrat

Pick-up-Verbot ins AMNOG

21.09.2010  18:19 Uhr

PZ / Die Bundesländer gehen entschlossener gegen Pick-up-Stellen vor. Bei seiner letzten Sitzung hat sich der Gesundheitsausschuss des Bundesrates mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, das Verbot von Pick-up-Stellen noch in das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) aufzunehmen. Die Bundesregierung hatte davon wegen verfassungsrechtlicher Bedenken Abstand genommen.

Bei derselben Sitzung hat der Ausschuss auch empfoheln, geplante Packungsgrößenverordnung nur schrittweise umzusetzen. Die Berechnung der Normgrößen anhand der Therapiedauer soll für im Markt befindliche Packungen erst zum 1. Juli 2012 umgesetzt werden. Mit dem AMNOG will die Regierung die Packungsgrößen neu definieren. N1 soll dann auf eine Therapie von 10 Tagen ausgelegt sein, N2 für 30 Tage und N3 für 100 Tage. Die Länder schlagen auch vor, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel von der Umstellung auf die Therapiedauer auszunehmen. Die Pharmahersteller lehnen die Umstellung generell ab. /

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