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Subkutane Trastuzumab-Applikation zugelassen

10.09.2013  16:00 Uhr

Von Kerstin A. Gräfe / Die subkutan injizierbare Darreichungsform von Trastuzumab (Herceptin®) hat für die Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs die europäische Zulassung erhalten. Darüber informiert Hersteller Roche in einer Pressemitteilung.

In der Zulassungsstudie HannaH zeigte die subkutane Darreichungsform bei Frauen mit HER2-positivem frühen Brustkrebs eine vergleichbare Wirksamkeit (komplette pathologische Remission, pCR) wie intravenös verabreichtes Herceptin. Auch führte die subkutane Verabreichung nicht zu niedrigeren Plasmakonzentrationen als die intravenöse Gabe. Das Sicherheitsprofil entsprach in beiden Gruppen dem bekannten Sicherheitsprofil der Standardbehandlung mit Herceptin und Chemotherapie in dieser klinischen Situation.

 

Die subkutane Form von Trastuzumab ist eine gebrauchsfertige flüssige Darreichungsform, die als Fixdosis von 600 mg/5 ml alle drei Wochen verabreicht wird. Dies vereinfacht die medizinische Behandlung, da keine spezielle Zubereitung oder Dosisberechnung nach dem Körpergewicht der Patientin erforderlich ist. Zudem ist bei der subkutanen Verabreichung keine initiale Aufsättigungsdosis nötig.

 

Trastuzumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der gezielt die Funktion von HER2 hemmt. Sein Wirkungsmechanismus beruht auf der Aktivierung des körpereigenen Immunsystems und der Unterdrückung der HER2-Signalgebung zur gezielten Zerstörung von Tumorzellen. /

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