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Sternstunde für die Pharmazie

07.09.2009
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Sternstunde für die Pharmazie

DPhG / Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft gratuliert Professor Dr. Rolf Müller und seinen Kollegen ganz herzlich zur Gründung des »Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland« (HIPS), die Ende August in Anwesenheit der Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan auf dem Campus der Universität in Saarbrücken erfolgt ist.

 

Die DPhG begrüßt ausdrücklich die Neugründung des Instituts in Saarbrücken. Einerseits bekommt der Forschungsstandort Saarbrücken einen weiteren starken Impuls. Andererseits ist das Engagement der größten deutschen Wissenschaftsorganisation für die Pharmazie ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die Forschung in den pharmazeutischen Wissenschaften unabdingbare Voraussetzung für eine qualifizierte Gesundheitsforschung in Deutschland ist.

 

Das HIPS wurde gemeinsam gegründet vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und der Universität des Saarlandes. Das neue Institut in Saarbrücken ist die erste Forschungs-Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft mit dem Schwerpunkt Pharmazeutische Wissenschaften. Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren ist mit einem Jahresbudget von rund 2,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Das neue Institut wird aus drei Abteilungen und drei Nachwuchsgruppen bestehen und sich als Arbeitsschwerpunkt neuen Wegen in der Therapie von Infektionskrankheiten widmen. Die Wissenschaftler wollen Wirkstoffe aus natürlichen Quellen identifizieren, sie durch Veränderung ihrer chemischen Strukturen für den pharmazeutischen Einsatz optimieren und den Wirkstofftransport untersuchen. Geleitet wird das Institut von Professor Dr. Rolf Müller und seinen Stellvertretern Professor Dr. Rolf Hartmann und Professor Dr. Claus-Michael Lehr.

 

In der Gründungsveranstaltung sagte Bundesministerin Annette Schavan, das neue Institut für Pharmazeutische Forschung werde einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitsforschung liefern, denn die Erkenntnisse zu Infektionskrankheiten würden jetzt rascher für den Patienten nutzbar gemacht. Das HIPS als gemeinsames Institut eines Helmholtz-Zentrums und einer Universität biete sowohl dem wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität als auch der Forschungseinrichtung neue Möglichkeiten der Kooperation, von der beide Seiten profitieren würden.

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