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GKV

Deutliches Plus im ersten Halbjahr

06.09.2011
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Von Martina Janning / Die gute wirtschaftliche Entwicklung und gesunkenen Ausgaben für Arzneimittel haben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im ersten Halbjahr 2011 einen Überschuss von rund 2,4 Milliarden Euro beschert. 2010 waren es im gleichen Zeitraum nur 0,11 Milliarden Euro gewesen.

Der Gesundheitsfonds weist in den ersten sechs Monaten 2011 ein Plus von knapp 0,46 Milliarden Euro aus. Insgesamt ergibt sich damit laut Bundesgesundheitsministerium für die GKV ein deutlicher Überschuss von rund 2,9 Milliarden Euro in der ersten Hälfte 2011.

 

Großer Überschuss bei AOK

 

Im ersten Halbjahr 2011 nahmen die Kassen insgesamt 91,7 Milliarden Euro ein und gaben etwa 89,3 Milliarden Euro aus. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen verzeichneten einen Überschuss von 971 Millionen Euro, die Ersatzkassen von 954 Millionen Euro. Es folgten die Betriebskrankenkassen mit 221 Millionen Euro, die Innungskassen mit 156 Millionen und die Knappschaft-Bahn-See mit 98 Millionen Euro plus.

Die positive Entwicklung bei den Kassenfinanzen resultiert auf der Ausgabenseite vor allem aus der günstigen Entwicklung bei den Kosten für Medikamente. So sanken die Ausgaben für Arzneimittel um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. »Das Arzneimittel-Sparpaket, das die Bundesregierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat, wirkt«, resümiert das Bundesgesundheitsministerium in einer Pressemitteilung. Im Jahresverlauf sei nicht mehr mit Ausgabenrückgängen in dieser Größenordnung zu rechnen.

 

In fast allen anderen Leistungsbereichen stiegen die Ausgaben der GKV. Die Krankenhausbehandlungen, die den größten Posten der GKV-Aufwendungen ausmachen, legten um 4,6 Prozent je Versicherten zu. Die Ausgaben für Ärzte stiegen um 2,3 Prozent pro Versicherten. Insgesamt wuchsen die Ausgaben der Kassen um 2,8 Prozent je Versicherten; Schätzungen hatten bei 4,3 Prozent gelegen. Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Ministerium mit einer weniger günstigen Entwicklung. Die Ausgaben der Kassen seien im ersten Halbjahr erfahrungsgemäß immer niedriger. / 

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