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RNA-Interferenz gegen HIV

12.08.2008
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RNA-Interferenz gegen HIV

PZ / Die Methode der RNA-Interferenz haben US-amerikanische Forscher erfolgreich bei Mäusen eingesetzt, um HIV-Infektionen einzudämmen. Priti Kumar und ihre Kollegen von der Harvard Medical School in Boston schleusten kleine RNA-Moleküle (small interfering RNA, siRNA) in T-Zellen von Mäusen mithilfe eines Tricks ein. Sie koppelten die siRNA an Antikörper, die gegen das Oberflächenprotein CD7 auf T-Zellen gerichtet ist. Die Antikörper banden an die Zielzellen und wurden mitsamt der siRNA ins Zellinnere aufgenommen. Auf diese Weise schleusten die Forscher drei verschiedene siRNA ein: Eine war gegen das Gen für den Rezeptor gerichtet, den die HI-Viren zum Zelleintritt benutzen, die anderen beiden waren gegen virale Gene gerichtet. Die siRNA-Moleküle schalteten ihre jeweiligen Zielgene aus, wodurch sie die Vermehrung und Ausbreitung der Viren stark bremsten, berichten die Forscher im Fachjournal »Cell« (Doi: 10.1016/j.cell.2008.06.034). Sie hoffen, dass diese Methode auch beim Menschen anwendbar ist.

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