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Rauchverbot senkt Infarktrate

04.08.2008
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Rauchverbot senkt

PZ / Die Herzinfarktrate ist in Schottland nach der Einführung eines Rauchverbots an öffentlichen Plätzen um 17 Prozent gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Forschern um Jill Pell von der Universität Glasgow. Sie hatten zehn Monate vor Inkrafttreten des Verbotes im März 2006 die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen akuten Koronarsyndroms in neun großen schottischen Kliniken ermittelt, die Patienten zur Passivrauchexposition befragt und den Cotiningehalt im Blut bestimmt. Diese Daten ermittelten die Mediziner auch in den ersten zehn Monaten nach Einführung des Verbots. Der Analyse zufolge nahm die Zahl der Einweisungen wegen Herzinfarkten nach dem Verbot um 17 Prozent ab, berichten die Forscher im »New England Journal of Medicine« (Band 359, Seiten 482 bis 491). Dies war ein stärkerer Rückgang als in den Vorjahren (3 Prozent) und als in England zur gleichen Zeit beobachtet wurde (4 Prozent), wo kein Rauchverbot existierte.

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