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Alte Anatomie mit neuem Foyer

02.08.2016
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Brigitte M. Gensthaler, Ingolstadt / Das Deutsche Medizinhistorische Museum im barocken Anatomiegebäude in Ingolstadt hat einen eleganten Nachbarn bekommen. Ende Juli wurde das Foyergebäude mit einem Museumsfest eingeweiht.

 

Viel Licht, hohe Räume, zurückhaltende, aber edle Ausstattung und faszinierende Ausblicke aus den teils riesigen Fenstern: Das fällt dem Besucher sofort auf. Der Erweiterungsbau des Berliner Museumsarchitekten Volker Staab bietet zugleich hohe Funktiona­lität. 

Damit erfüllt das 1973 eröffnete Museum in der Alten Anatomie nicht nur hohe museale und wissenschaftliche Ansprüche, sondern auch die Anforderungen eines modernen Museumskomforts. Der Besucher findet nun im Erdgeschoss ein Café »Hortus medicus« und den Museumsshop, im Untergeschoss Garderobe mit Schließfächern, Wickeltisch und sanitäre Anlagen. Im ersten Stock beginnt der Rundgang zum Museum. Dank eines Aufzugs sind nun alle Räume barrierefrei zugänglich.

 

Die Museumsdirektorin, Professor Dr. Marion Maria Ruisinger, ist bei der Eröffnung des Foyergebäudes sichtlich stolz auf den Neubau. »Unsere Besucher kommen jetzt durch das Museumsfoyer zu uns. Auch wer nur den Garten oder das Café besuchen will, wird hier vielleicht neugierig auf das Museum.« Das vierstöckige Gebäude mit der schokoladenbraunen Außenhaut aus eloxiertem Aluminium erfüllt aber auch die musealen Wünsche. Eine Sonderausstellungsfläche und ein Seminarraum, benannt nach der langjährigen Direktorin Professor Dr. Christa Habrich, ein Bibliotheksraum und mehrere helle Büros stehen nun bereit. Ruisinger erklärt: »Dieser Neubau bringt nicht nur mehr Fläche, sondern eine neue Qualität der Museumsarbeit. Doch die Hauptperson auf dem Gelände ist und bleibt die Alte Anatomie.«

 

Zum Kennenlernen bietet das Museum den ganzen Sommer lang freien Eintritt in den prachtvollen Arzneipflanzengarten (mit Audioguide-Führung »Unreines Bier«) und in die Medizin­technik-Ausstellung (www.dmm-ingolstadt.de). Im neuen Sonderausstellungsraum kann der Besucher sich über »Die Alte Anatomie: Ein Gebäude im Wandel 1723 bis 2016« informieren. Das historische Museumsgebäude selbst ist wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten bis 2017 geschlossen. /

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