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CDU

Schluss mit Apothekenpflicht für Globuli

26.07.2017
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Von Anna Pannen / Homöopathika sollten nicht länger ausschließlich in der Apotheke verkauft werden. Das hat die Verbraucherschutzbeauftragte der Union, Mechthild Heil (CDU), gefordert.

 

Der ausschließliche Verkauf in der Apotheke erwecke den Eindruck, diese Mittel seien wissenschaftlich anerkannte Alternativen zu schulmedizinischen Medikamenten, sagte sie. Tatsächlich hätten homöopathische Präparate ihre klinische Wirksamkeit im Gegensatz zu anderen Medikamenten aber niemals nachweisen müssen.

 

Heil verlangte auch, die Inhaltsstoffe sollten auf der Verpackung von Homöopathika nicht nur in lateinischer, sondern auch in deutscher Sprache verzeichnet sein. Ebenso sollte das bei homöopathischen Mitteln übliche hohe Maß der Verdünnung dort auf Deutsch erklärt werden. Die ausschließliche Kennzeichnung in Latein sei nicht zeitgemäß und widerspreche allen Ansätzen der modernen Verbraucherinformation, so Heil. Bei den Pharmaunternehmen kam der Vorstoß nicht gut an. Sowohl der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie als auch der Bundesverband der Arzneimittelhersteller erklärten, in der Apotheke würden Patienten im Gegensatz zur Drogerie schließlich zur Wirkung der Globuli beraten – und ebenso zu den Grenzen der homöopathischen Behandlung. /

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