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Celesio-Übernahme

Abstimmung auf der Hauptversammlung

16.07.2014
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PZ/dpa / Der Zusammenschluss von McKesson und Celesio scheint endgültig besiegelt. Der US-Konzern hatte den deutschen Pharmahändler Anfang des Jahres übernommen.

 

Allerdings mussten die Aktionäre bei ihrer Hauptversammlung in Stuttgart am Dienstag für die Übernahme noch einem sogenannten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zustimmen. Das Ergebnis stand zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Da McKesson selbst jedoch mehr als 75 Prozent der Anteile besitzt, gab es vorab kaum Zweifel am Ausgang der Abstimmung.

 

Nur mithilfe des Vertrags ließen sich Vorteile der Übernahme beispielsweise durch einen gemeinsamen Einkauf realisieren, sagte die scheidende Celesio-Chefin Marion Helmes. Dafür müssten McKesson und Celesio als Einheit auftreten.

 

Bei vielen Aktionären stieß der Plan allerdings auf wenig Verständnis: »Herausschmeißen will man uns«, wetterte der Kleinaktionär Matthias Gaebler und sprach von einem »widerlichen« Angebot. Die Anteilseigner, die im Zuge des Vertrags auf Mitspracherechte unter anderem über die Höhe der Dividende verzichten, sollen als Entschädigung eine jährliche Garantieauszahlung von 83 Cent erhalten oder können McKesson ihre Aktien für 22,99 Euro je Stück verkaufen. Das ist weniger als McKesson im Zuge der Übernahme geboten hatte. Auch der Kurs der Aktie lag zuletzt höher, bei rund 25 Euro.

 

Es gehe darum, die Aktionäre von der Zukunft Celesios abzuschneiden, kritisierte Roland Klose von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. »Sie werden zwangsenteignet«, sagte auch Andreas Schmidt von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger und deutete an, dass einige Aktionäre Möglichkeiten für Klagen ausloten. /

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