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Gute Entscheidung

07.07.2015
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Den Mitgliedern des geschäftsführenden ABDA-Vorstands dürften am 1. Juli einige sehr gr0ße Steine vom Herzen gefallen sein. Mit nur einer Gegenstimme entschied sich die Mitgliederversammlung dafür, ein neues Apothekerhaus in der Heidestraße am Berliner Hauptbahnhof zu bauen (siehe dazu Apothekerhaus: Neue Heimat am Hauptbahnhof).

 

Das geplante Haus erfüllt alle Anforderungen. Es ist ein in erster Linie funktionales, aber auch repräsentatives Gebäude. Die Lage direkt am Bahnhof ist richtig gut. Das Regierungsviertel ist nur wenige Gehminuten entfernt. In dem zukünftigen Apothekerhaus sollen alle Mitarbeiter der ABDA ihren Arbeitsplatz haben. Die Umgebung wird derzeit entwickelt. Bis zum Einzug der ABDA wird die ehemalige Brache an der Berliner Mauer zu einem Büro- und Wohnviertel im Zentrum Berlins mutieren.

 

Die Entscheidung für den Hausbau in der Heidestraße war richtig. Das Ergebnis der Abstimmung dokumentiert dies. So viel Konsens beim Hausbau ist nicht selbstverständlich. In der Vergangenheit wurden Umzüge und Umbaupläne der ABDA von einigen Nebengeräuschen begleitet. Das ist dieses Mal ausgeblieben. Die mediale Darstellung der Entscheidungsfindung blieb seriös.

 

Die ABDA-Spitze hat beim Hauskauf von Beginn an vieles richtig gemacht: Sie hat nach außen mit einer Stimme gesprochen, sie hat mit offenen Karten gespielt, sie hat ihre Entscheidungen zeitnah und nachvollziehbar erklärt. Da bleibt kein Raum für Verschwörungstheorien oder medial inszenierte Eskalationen.

 

Selbst der Kaufpreis von 31,5 Millionen Euro ließ sich nachvollziebar begründen und taugte deshalb nicht dazu, Unfrieden innerhalb der Standesorganisation zu stiften. Das Haus in der Heidestraße war eines der teuersten zur Wahl stehenden Objekte. Wegen seiner Lage gehört es aber zu denen mit der besten Wertentwicklung. Das Geld ist nicht ausgegeben, sondern angelegt. Offenbar sehen dies auch die Mitgliedsorganisationen so. Am Ende hat der Hauskauf die Mitgliedsorganisationen nicht entzweit, sondern sogar enger zusammengebracht. Das hätten vor einigen Monaten selbst große Optimisten kaum erwartet.

 

Daniel Rücker 

Chefredakteur

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