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Pharmacon Meran

Drei Unis schicken Studenten

26.07.2013
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Von Anna Katharina Krome, Lydia Kronewald und Roman Reiner /Gruppen von Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Unis Bonn, Düsseldorf und Frankfurt nahmen am Fortbildungskongress Pharmacon Ende Mai in Meran teil. Mit großem Interesse folgten sie den Vorträgen. Die freie Zeit zwischen den einzelnen Fortbildungsveranstaltungen genossen die Teilnehmer im Kurort Meran beziehungsweise beim umfangreichen Rahmenprogramm.

Der Kongress findet traditionell im Kurhaus in Meran statt, in diesem Jahr bereits zum 51. Mal. Die feierliche Er­öffnung übernahm der ehemalige Umweltminister Professor Klaus Töpfer mit dem Vortrag zum Thema »Nachhaltige Energie für neun Milliarden Menschen – die Chance für wissenschaftlichen Fortschritt und wirtschaftliche Stabilität«. Der von Töpfer zitierte Ausspruch über die Merkmale einer guten Rede – »Erstens ein guter Start, zweitens ein gutes Ende und drittens beides dicht beieinander« – wurde von den nachfolgenden Referenten beherzigt und vor allem gekonnt umgesetzt.

Durch die informativen Vorträge und anschließenden Diskussionen führten die beiden Moderatoren, Professor Theo Dingermann und Professor Manfred Schubert-Zsilavecz. Darüber hinaus luden die beiden täglich um 6.00 Uhr zum Morgenlauf ein.

 

Anhand des berührenden ? wenn auch fiktiven ? Beispiels eines Patienten, der am Tourette-Syndrom erkrankt ist und in der TV-Serie Dr. Quincy für sein Anrecht auf eine adäquate medikamentöse Therapie kämpft, verdeutlichte Dingermann in seinem Vortrag zu Orphan Drugs die Notwendigkeit der Entwicklung neuer Arzneimittel auch für seltene Erkrankungen

Das Fachwissen der anwesenden Apotheker bezüglich neuer und zukünftiger Arzneimittel wurde durch die Vorträge der Professoren Hartmut Morck und Schubert-Zsilavecz aktualisiert.

 

Besonders relevant für die praktische Arbeit in der Apotheke zeigten die Vorträge von Professor Michael Pfeifer und Dr. Eric Martin die pharmazeutische Betreuung der Atemwegserkrankungen COPD und Asthma bronchiale beziehungsweise den Umgang mit besonderen Arzneiformen auf.

 

Die beiden Bonner Professoren Ulrich Jaehde und Christian P. Strassburg führten in besonders anschaulicher Form ihre jeweiligen Themen – »Leberwerte und Dosierung bei Leberdysfunktion« und »alkoholische Leberzirrhose« – anhand der Alkoholkrankheit des bekannten Komponisten Ludwig van Beethoven und weiterer Fallbeispiele aus.

Zum Abschluss der Vortragsreihe wurden die sich aus dem demografischen Wandel der Gesellschaft ergebenden Problemfelder »Multimorbidität und Polypharmazie« durch Professor Marjan van den Akker zukunftsweisend besprochen. Trotz aller modernen Medien heutzutage ist ein Präsenzvortrag im Rahmen eines großen Kongress durch nichts zu ersetzen. Dies wurde allen Studenten schnell deutlich.

 

Unterhaltsames Rahmenprogramm

 

Das in Südtirol gelegene Meran bietet ein beeindruckendes Alpenpanorama und wunderschöne Ausflugsziele, etwa das Ski- und Wandergebiet »Meran 2000«, eine Sommerrodelbahn oder das Thermalbad. In den nahegelegenen Gärten von Schloss Trauttmansdorff kann man eine Vielzahl von verschiedenen, auch pharmazeutisch interessanten, Pflanzen entdecken.

Im Rahmen eines gemeinsamen Abends tauschten sich Professoren und Studenten aller drei Universitäten sowie Mitarbeiter des Govi-Verlags rege aus. Diese Möglichkeit, sich kennenzulernen, förderte den fachlichen Austausch und eine gesellige Kommunikation. Der köstliche zum Nachtisch servierte Kaiserschmarrn im 1400 m hoch gelegenen Gasthaus Hochmuth trug auch seinen Teil zum gelungenen Abend bei. Hierfür gilt dem Govi-Verlag unser allerherzlicher Dank.

 

Im Namen der Bonner Studenten bedanken wir uns neben dem Govi-Verlag ganz ausdrücklich bei der Apothekerkammer Nordrhein und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank für deren finanzielle Unterstützung, die sowohl die Studienfahrt selbst als auch das Rahmenprogramm erst ermöglichten; darüber hinaus beim Organisationsteam – Ursula Gerber, Patrick Schmitz und Navin Sarin – für den reibungslosen Ablauf und die gute Zusammenstellung des Gesamtprogramms.

Die Gruppe aus Frankfurt schließt sich den dankenden Worten an den Govi-Verlag an. Ein besonderer Dank gilt aus Frankfurter Sicht vor allem dem Vizepräsidenten der Goethe-Universität Frankfurt, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, und Professor Theo Dingermann. Die Organisation vor Ort lag in den Händen von Dr. Miriam Ude und Dr. Christian Ude sowie Astrid Kaiser, die bereits in Frankfurt hervorragende Vorarbeit leistete. Der Goethe-Universität, der Werbe- und Vertriebsgesellschaft Deutscher Apotheker, dem ARZ Darmstadt und CIDA sowie Apotheker Rüdiger Kaul, die uns als Sponsoren unterstützten, danken wir für die Ermöglichung des Kongressbesuches sowie für die Gestaltung des kulinarischen Rahmenprogrammes zusätzlich zum offiziellen Teil.

 

Alle Teilnehmer bezeichneten die Studienfahrten als gelungen und hoffen, dass auch nachfolgende Studentengenerationen diese Möglichkeit erhalten. /

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