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Merkel

Apotheker nicht übermäßig belastet

26.07.2013
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Von Anna Hohle / Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält den Aufwand, der Apothekern infolge von Rabattverträgen entsteht, für gerechtfertigt. Zwar sei es richtig, dass Apotheker ihren Kunden häufig erklären müssten, warum sie ein bestimmtes gewohntes Präparat nicht mehr bekommen, sagte Merkel in einem Interview mit der »Apotheken Umschau«.

 

Im Gegenzug habe die Bundesregierung den Apothekern in letzter Zeit jedoch auch viele Zugeständnisse gemacht, so die Kanzlerin. Mit der Erhöhung der Packungspauschale und der kürzlich beschlossenen besseren Vergütung des Nacht- und Notdienstes sei man auf deren Belange eingegangen. »Für Apotheker positive und negative Veränderungen halten sich so die Waage«, erklärte Merkel. Außerdem täten Apotheker mit den Erläuterungen zu Rabattverträgen genau das, was sie am besten könnten: ihre Patienten vertrauensvoll beraten.

 

Bewährte Struktur

 

Im Interview bekannte sich Merkel außerdem zur inhabergeführten Apotheke. »Die inhabergeführte Apotheke hat sich aus meiner Sicht bewährt. Daran wird die christlich-liberale Bundesregierung nichts ändern«, versprach sie. Ende Mai hatte sich bereits SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zur inhabergeführten Apotheke bekannt – ebenfalls im Interview mit der »Apotheken Umschau«.

 

Insgesamt zeigte sich Merkel zufrieden mit dem deutschen Gesundheitssystem. Das Zwei-Säulen-Prinzip aus Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung habe sich bewährt, so die Kanzlerin. Auch setze sich die Bundesregierung stets dafür ein, dass Menschen überall Zugang zu guter Versorgung hätten, so Merkel. Man bemühe sich »gerade auch um die Versorgung der ländlichen Regionen mit Ärzten, Krankenhäusern und Apothekern«. /

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