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Schlag gegen illegalen Arzneimittelversand

24.06.2015
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dpa / Ermittler haben bei einer weltweiten Aktion knapp 21 Millionen Packungen mit gefälschten Medikamenten im Wert von gut 70 Millionen Euro beschlagnahmt.

 

Das teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol vergangene Woche in Lyon mit. In 115 Ländern seien vom 9. bis 16. Juni bei der Operation »Pangea VIII« 156 Verdächtige festgenommen worden, so Interpol. Es sei die achte Aktion dieser Art gewesen. Beteiligt waren auch die Weltzollorganisation, Europol, Pharmahersteller sowie internationale Zahlungs- und Zustelldienstleistungsunternehmen. In Deutschland wurde die Aktion durch das Zollkriminalamt und das Bundeskriminalamt (BKA) koordiniert.

 

Immer mehr Menschen bestellten Arzneien im Internet. Dies nutzten Kriminelle, »um Kunden beim Kauf von gefälschten und gefährlichen Medikamenten zu täuschen, ohne Rücksicht auf die gesundheitlichen Gefahren«, sagte Tim Morris, Polizeidirektor bei Interpol. Die Polizei wolle Verbraucher auf diese Gefahren aufmerksam machen. Laut BKA-Angaben war die »Pangea«-Aktion bereits im vergangenen Jahr Grundlage für deutsche Ermittlungen in mehr als 80 Fällen. Dabei ging es um 104 Internetseiten, die hierzulande nicht zugelassene oder gesundheitliche bedenkliche Medikamente angeboten hatten.

 

»Auch wenn der Kauf von Medikamenten im Internet komfortabel ist – prüfen Sie Angebot und Anbieter sorgfältig«, riet BKA-Präsident Holger Münch. »Denn bei dem Geschäft mit gefälschten Arzneimitteln geht es nur darum, möglichst großen Profit zu machen.« Nur der Kauf bei zugelassenen Online-Apotheken könne das Risiko einer Gesundheitsgefahr minimieren. /

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